Nachruf von Br. Daniel Layne

„Denn wenn ihr auch zehntausend Lehrmeister hättet in Christus, so habt ihr doch nicht viele Väter; denn ich habe euch in Christus Jesus gezeugt durch das Evangelium.”

Unser innig geliebter Bruder, Ältester Daniel Wilburn Layne, wurde in den frühen Morgenstunden des 21. Septembers 2011 von den Engeln in die ewige Herrlichkeit getragen. Br. Layne wurde am 30. März 1944 in Ashland, Kentucky, USA in eine Familie geboren, die schon seit Generationen Gemeinde Gottes war. In seiner frühen Jugend kam er dann mit radikalen Pionieren der Gemeinde Gottes in Berührung. Nach Jahren der schrecklichen Unterwerfung als Sklave der Sünde und des Teufels wurde er im Mai des Jahres 1980 aus den Tiefen der Sünde zu radikaler Heiligkeit emporgehoben, und erlangte im November desselben Jahres eine klare Erfahrung der Taufe des Heiligen Geistes. Kurz danach legte der Herr ihm die Verantwortung der Verkündigung des Evangeliums aufs Herz. Berufen, ein Apostel zu sein, stellte er das wieder her, was durch das entsetzliche und verheerende geistliche Schweigen, das Anfang des 20. Jahrhunderts begann, verloren gegangen war.

Er war dem Werk der Wiederherstellung gänzlich geweiht und trug maßgeblich in erster Linie dazu bei, die Botschaft des Evangeliums aufzuheizen, was das Schweigen erschütterte und die schlafenden Jungfrauen weckte. Er war ein furchtloser Prediger, erfüllt mit der Freimütigkeit des Heiligen Geistes und Glauben. Leidenschaftlich liebte er die Wahrheit und konnte mit Paulus von „meinem Evangelium” sprechen. Gott gebrauchte ihn, um die grundlegenden Wahrheiten der Gemeinderegierung und -autorität, welche die Gemeinde der Morgenzeit gekennzeichnet hatten, wiederherzustellen. Während Br. Layne auf grausame Weise Menschenherrschaft vorgeworfen wurde, war er in Wirklichkeit ein demütiger Diener Gottes, der in der Führung des Volkes Gottes der Leitung des Heiligen Geistes folgte. Er nahm kein Gehalt entgegen und besaß wenige Güter als er entschlief. Er konnte nicht gekauft, bestochen, verdrängt oder angezweifelt werden, da er Gott ausgeliefert war und ausschließlich Ihm allein gehörte. Er schlug Babylon schonungslos, indem er das Rechtsurteil über Weltlichkeit, Fleischlichkeit und Kompromiss vollzog. Jedes teure Kind Gottes liebte ihn, aber Satan und seine verbündeten Kompromittierer duckten sich in seiner Gegenwart und knirschten mit den Zähnen über ihn. Viele Bezeichnungen sind in Bezug auf diesen Heiligen zutreffend: heiliger Apostel, Hirte, Evangelist, Schriftgelehrter und Lehrer. Die Heiligen werden ihn immer als Bruder und Freund in ihren Herzen bewahren und die physische Gegenwart dieses Vaters in Israel sehr vermissen. Unzählig waren die langen Nächte und frühen Morgenstunden, in denen er für seine geliebten Kinder weinte und betete. Er liebte die Gemeinde Gottes inniglich und goss sich selbst unermüdlich in anstrengendem und unablässigem Wirken für ihr Wohlergehen und ihre Vervollkommnung aus. Die Sorge für alle Gemeinden wurde ihm von Gott auferlegt. Seine Liebe und Bürde für aufrichtige Seelen kannte keine Grenzen, und er streckte sich mit einer inbrünstigen und unvoreingenommenen Bürde nach Menschen aller Rassen, Kulturen und Nationen aus.

Jeder Heilige denkt gerne an ihn zurück, da er sich für jeden Einzelnen Zeit nahm. Obgleich ihn an der Sünde sich festklammernde Abgefallene „hart“ und „tyrannisch“ nannten, war Br. Layne von sanftestem Mitgefühl, Liebe und Vergebung gekennzeichnet.

Er hatte viele Feinde, die einen äußeren Schein von Gottesfurcht vorwiesen, jedoch deren Kraft verleugneten. Weil sein Geist und sein Leben eine scharfe Zurechtweisung der Werke der Finsternis waren, wurde viel Hartes und Gottloses über ihn geredet, geschrieben und auf teuflischen Webseiten solcher, die die Finsternis mehr lieben als das Licht, veröffentlicht. Jedoch wird Br. Layne und seine Lehre von den Kindern der Weisheit gerechtfertigt. Das Siegel seines Apostelamtes ist die herrliche gegenwärtige Gemeinde Gottes – eine Wolke von Zeugen, die den unfehlbaren Beweis für die Rechtsgültigkeit seines Amtes liefert und keinerlei Widerspruch unserer Feinde ermöglicht.

Allen Heiligen verkündigen wir, dass wir diesen treuen Kreuzesstreiter nicht verloren haben, sondern dass er lediglich hinübergegangen ist, um in der Gegenwart der weit größeren Schar der vorangegangenen Erlösten zu verweilen. Er ist von dem Ort, an dem die Herrlichkeit durch das menschliche Fleisch getrübt wird, an den Ort gegangen, wo Wogen der Herrlichkeit ungestört rauschen. Seine irdische Zeltwohnung ist abgebrochen worden, aber sein Geist spornt die Heiligen an, alle bisherigen geistlichen Errungenschaften zu übertreffen.

Allen, die empfinden, dass nun ihre Gelegenheit gekommen ist, auf fleischliche Weise ihr Recht zu behaupten, verkündigen wir, dass sie ein doppeltes Maß an Feuer, Hagel und Schwefel erwartet. Denjenigen, deren Geister unabhängig vom Leib Christi sind, verkündigen wir, dass er gegangen ist, aber seine Werke (die wahren Heiligen Gottes) folgen ihm nach, und werden eine stets gegenwärtige Zurechtweisung ihrer fleischlichen Selbstliebe sein. Manche erhoffen begierig eine Begnadigung der Urteilssprüche, die Br. Layne vollzogen hat, und ein Herabsetzen der Maßstäbe der Gemeinde. Mögen sie sich gewisslich darauf verlassen, dass die Kinder so sind wie der Vater, und dass wir mit unerschrockener Genauigkeit für dieselbe sündenvernichtende, fleischverzehrende, kompromissverbrennende Wahrheit des Evangeliums einstehen.

Der ganzen Welt verkündigen wir, dass selbst die Pforten des Totenreiches die eine und einzige Gemeinde Gottes nicht überwältigen können, sondern dass sie herrlich triumphierend über jegliche teuflischen Einflüsse bleiben wird, bis all ihre erlösten Glieder auf ewig gerettet sind.