Blitze aus Pfingstens Lüften

Die Blitze der Bibel sind nur für den Irrtum und seine Anhänger tödlich. Diejenigen, deren Seelen von den Blitzableitern der Wahrheit Gottes geschützt sind, sind sicher und können jauchzen und singen, während die Blitze zucken und die Wirbelstürme der Reinheit und Kraft Pfingstens über die Erde hinwegfegen.
Wir leben in dem Zeitalter der Elektrizität, sowohl natürlich als auch geistlich gesehen. Licht, Hitze und Bewegung wurden der Elektrizität entnommen, und alte Bräuche und Anwendungen wurden revolutioniert. Aus Pfingstens Dynamo schossen auch Licht, Liebe und Kraft hinaus in die geistliche Welt, was eine Menge von Menschen veranlasst, von den alten, mit Kerzen beleuchteten Postkutschen der Formen, Zeremonien, trockenen Überzeugungen und betrügerischen Erfahrungen wegzueilen, hin zu dem glanzvoll beleuchteten, schnell angetriebenen Zug der vollen Erlösung, der seine Insassen durch göttliche Kraft triumphierend weiter und höher trägt, von "Herrlichkeit zu Herrlichkeit".

Sie schrecken auf. Blitze schrecken durch ihre Helligkeit, Intensität und tödliche Kraft auf. Zu allen Zeiten haben Blitze aus Pfingstens Lüften die Nationen aufgeschreckt. Das Gebet des Schreibers ist, dass diese Blitze alle aufschrecken und erwecken mögen, die nicht fest auf dem Felsen, den keine Stürme erschüttern können, bauen.

Sie treffen. Blitze treffen immer irgendwo. Das Wetterleuchten unterhält durch seine Schönheit und die Tatsache, dass es ein "Spiel des Blitzes" ist, aber Blitze treffen immer. Gott sendet sie weder in die natürliche noch in die geistliche Himmelswelt zur reinen Unterhaltung. Zu Pfingsten trafen sie diejenigen, die Jesus gekreuzigt hatten, und auch danach fielen sie mit schadenfroher Wut auf die Pharisäer und Heuchler.

Sie erwecken. Der Donner, der aus dem Blitz entspringt, ist ein mächtiges, erweckendes Werkzeug. So auch das Leben, die Kraft und der Eifer, die von Personen wie Paulus, Wesley oder Finney ausgehen, welche ein Blitz der Kraft Pfingstens geworden sind und oft Tausende aus dem Schlaf der Sünde erwecken und in das Reich Gottes führen.

Sie offenbaren umliegende Dinge. Ihr klares Licht vertreibt die Finsternis und offenbart jeden Feind, der unter ihrem Schatten lauert. Der herumstreifende Wolf, der feige Meuchelmörder, die heimtückische Falle sowie auch der Ort der Sicherheit werden von ihrem prüfenden Licht aufgedeckt. In der dunklen Nacht der Sünde, der Formalität, der Weltlichkeit und des Irrtums, in der die "Gemeinde" benebelt ist, bewirken Blitze überraschende und oft erschreckende Enthüllungen. Sie zeigen verlorenen Menschen, wo sie sich befinden und warnen sie vor geistlichen Feinden, und sie offenbaren den, der allein retten kann.

Sie ängstigen. Menschen fürchten sich vor ihrem Zorn. Sie haben Angst, getroffen zu werden. Dennoch werden sie von einem Gott der grenzenlosen Liebe erzeugt, welcher fortfährt, sie dort auszuwerfen, wo Er möchte, dass sie niederfallen sollen. Genauso fürchten Menschen geistliche Blitze. Hier entspringt der Widerstand gegen Prediger, die mit ihnen geladen sind. Menschen, die Pfingstens Schutzvorkehrung nicht haben, fürchten sich vor den Blitzen und vor den Sturmzentren der Prediger Pfingstens, von welchen sie oftmals ausgehen.

Sie sehen die Person nicht an. Sie treffen trotz der Hautfarbe, der Gegend, des Glaubensbekenntnisses und der sozialen, politischen oder kirchlichen Stellung, damit der Tod und das Schicksal dort einschlagen, wo Gott es für richtig ansieht; auch bitten sie weder um Erlaubnis noch rechtfertigen sie sich. In gleicher Weise schlagen Blitze dort ein, wo Betrug und Sünde zu finden sind, und senden - unabhängig von ihrem Namen oder Glaubensbekenntnis - all jenen Licht und Trost, die der Vernichtung des Irrtums entgegensehen.

Sie erschüttern Menschen. Dies ist ein sicheres Zeichen dafür, dass sie nahe ihrem Wohnort einschlagen. Die Schriftgelehrten und Pharisäer waren fürchterlich erschüttert, als diese Blitzart zum ersten Mal einschlug. Genauso betroffen sind Formalisten, Kinder dieser Welt und Heuchler, während Gottes wahre Kinder "den wildesten Stürmen trotzen können, mit Seiner Herrlichkeit in der Seele; sie können inmitten der Versuchung ausrufen: 'Preist den Herrn!'" (frei übersetzt).
Es ist ein himmlisches Feuerwerk, mit dem Gott Seine Kinder unterhält, während andere von seinem wahren, geistlichen Charakter und der Art, wie es sich auf sie auswirkt, in Kenntnis gesetzt werden.

Manchmal töten sie. Wenn dies geschieht, beschuldigen wir weder sie noch Gott, der sie sendet, sondern sagen: "Er hat alles wohl gemacht." So fielen sie auf Achan, Hananias und Saphira, zum Schrecken der Übeltäter und zur Verteidigung des Volkes Gottes, und so fallen sie manchmal auch heute noch in gleicher Weise herab, mit ähnlichen Folgen.
Sie erregen Aufsehen. Blitze erregen allgemeines Aufsehen. Der darauf folgende Donner lässt alles nah und fern erzittern. So verhält es sich auch mit geistlichen Blitzen. Das Heulen der Menschen, die getroffen werden, hallt dann oftmals durch eine ganze Stadt, und mit Unterstützung der Resonanzböden der Presse durch eine ganze Nation. Dies sorgte in den Tagen Jesu für einen Aufruhr in Jerusalem, und füllt auch heute noch das moderne Jerusalem, indem sie voller Zorn genau die Kinder derer treffen, die damals vernichtet wurden.

Sie sind unbeliebt. Blitze sind unbeliebt. In der Regel fürchten Menschen sie. Sie erwecken, schrecken auf und vernichten in alarmierender Weise, und dennoch sind sie ein Teil des Planes Gottes und verrichten Dinge, die keine andere Macht verrichten könnte. Die Blitze der Christenheit sind aus ähnlichen Gründen ebenso unbeliebt, und doch sind sie so nötig. Die Blitze entspringen der großen Gewitterwolke der göttlichen Wahrheit, die ihren Ursprung in Gottes Wort hat.

Sie entschuldigen sich nicht. Es macht nichts aus, wer getroffen wird, wie viele oder wie furchtbar die Menschen "erschüttert" oder getadelt werden - sie nehmen nichts zurück. Denn bei den Blitzen der göttlichen Wahrheit, die dem Wort Gottes entspringen, gibt es keine Entschuldigungen, egal wie ernst und durch wen getadelt wird.

Sie erscheinen grausam. Ihr Werk hat oftmals einen grausamen und tödlichen Anschein. So mag es dem kurzsichtigen, menschlichen Auge erscheinen. Am Maßstab Gottes gemessen verhält es sich jedoch nicht so. Denn sowohl in der physischen als auch in der geistlichen Welt entspringen die Blitze nur der Quelle grenzenloser Liebe.

Sie kommen unerwartet. "Blitzschnell". In gleicher Weise ereilt die Wahrheit ihre Feinde, bis sie erkennen, dass sie sich "in bitterer Galle … und in Fesseln der Ungerechtigkeit" befinden; oder sie werden - wie im Fall des Hananias - kurzerhand zu einem höheren Gericht als dem hier auf Erden vorgeladen; oder es ergeht ihnen wie dem Heer Pharaos, das plötzlich im Roten Meer ertrank, während jene, die sie zu vernichten suchten, am Ufer Siegeslieder sangen; oder aber sie erkennen - wie die vorsintflutliche Welt - ihre Torheit zu spät und versinken in ihren Sünden.

Sie sind unveränderlich. Sie sind heute genauso wie zur Zeit Adams, Moses und der Urgemeinde. In gleicher Weise verhält es sich auch mit dem elektrischen Strom der Wahrheit Pfingstens. Dieselben Leitungen, die den Wagen der Erlösung Licht, Wärme und Bewegung verliehen, in welchen Erzväter, Propheten und Apostel triumphierend zum Himmel eilten, werden auch ihre Kinder dieses Zeitalters zu denselben perlenbesetzten Pforten tragen. Die Blitze, die damals falsche Propheten, Völker und pharisäische Heuchler trafen, schlagen auch heute mit gleichartigem Zorn bei ihren Nachfolgern ein.

Sie erscheinen frevlerisch. Oft schlagen sie in Kirchen ein und töten dabei manchmal sogar Prediger. Dazu laden die hohen Kirchtürme vieler moderner Kathedralen sie geradezu ein. In gleicher Weise ziehen trügerische Kirchen und Prediger die Blitze des brennenden Tadels und der Bloßstellung von Pfingstens Himmel an. Keine fälschlichen Bittgesuche heiliger Stätten und Ämter können sie davon abhalten. Kein Ort ist heilig, an dem man Gott nicht gehorcht und an dem Er gekränkt wird; und kein Mensch ist heilig, der sein Amt durch den Missbrauch heiligen Vertrauens entweiht. Solche Stätten und Prediger sind und waren schon immer Zielscheibe der göttlichen Blitze gewesen.

Schutz wird geboten. Es gibt vollkommenen Schutz vor ihnen. Eine Person, die vollständig geschützt ist, bleibt sowohl im Gewitter wie auch im Sonnenschein unversehrt. Blitzableiter eines gefälschten Bekenntnisses wurden für diesen Zweck erfolglos erprobt, weil sie den Blitz vielmehr anziehen, anstatt ihn abzuleiten; alle jedoch, die durch die Erfahrung des Heiligen Geistes vor der Welt geschützt sind, fürchten sich vor keinen Blitzen, ob sie von oben oder von unten kommen mögen. Wenn du erschüttert oder getötet wirst, liegt es daran, dass du nicht richtig geschützt bist.

Sie kündigen erfrischende Regengüsse an. Diese Regengüsse vertreiben Dürre, erfrischen die Natur und sind ein vom Himmel gesandter, kostbarer Segen. So sind auch die Regengüsse der Erlösung, die die gewaltigen Blitze begleiten. Aus einer Sahara der Formalität wird ein blühender Garten christlicher Erfahrung und Wirksamkeit; indem die Malaria der Weltlichkeit und Sünde vertrieben wird, wird eine frische und heilsame geistliche Atmosphäre geschaffen, die mit der Schönheit und dem Duft des Himmels erfüllt ist.