Catherine Booth über Predigerinnen

„Grüßt Andronicus und Junias (Luther übersetzt: „den Junias”), meine Verwandten und Mitgefangenen, die unter den Aposteln angesehen und vor mir in Christus gewesen sind.” (Röm 16:7). Unsere Bibelübersetzer nahmen an, Junias sei ein Mann gewesen, aber Chrysostomos und Theophylaktos – beides Griechen, die ihre Muttersprache sicherlich besser kannten als unsere Übersetzer – sagen, dass Junias eine Frau war. Es passte den Bibelübersetzern nicht ins Konzept, dass eine Frau eine bedeutende Stellung im Kreis der Apostel einnahm und sogar mit Paulus, um des Evangeliums Willen, im Gefängnis saß, und so wurde aus Junias eine männliche Person!

Justin der Märtyrer, der bis etwa 165 n.Chr. lebte, schreibt in seinem Dialog mit Trypho, einem Juden, „daß sowohl Männer als auch Frauen unter ihnen gefunden wurden, welche in außergewöhnlicher Weise – nach der Verheißung des Propheten Joel – durch den Geist Gottes begabt waren, und durch welche Er die Juden zu überzeugen versuchte, dass die letzten Tage angebrochen waren.”

In seiner Abhandlung über Irenaeus sagt Dodwell: „Die Geistesgabe der Weissagung wurde nicht nur den Aposteln gegeben; und auch nicht nur im ersten und zweiten, sondern noch im dritten Jahrhundert bis in die Zeit Konstantins besaßen Menschen von unterschiedlichem Stand und Rang diese Gaben; ja, sogar Frauen.”