Es gibt wirklich eine Hölle

Die Hölle ist für die meisten Menschen eine Unwirklichkeit geworden. Es ist ein Ort, den sich Menschen hinweg zu erklären versuchen. Ist der Gedanke an einen Ort der ewigen Pein ja nicht gerade angenehm.

Und es ist erschreckend, wenn man überlegt, dass selbst Gruppen bekennender Christen die Existenz einer Hölle leugnen, wo doch Gottes Wort so deutlich solches lehrt. Wir glauben Gott und Seinem Wort. Obwohl es zwar eine äußerste Unmöglichkeit ist, wünschten wir, eine Seele könnte aus der Hölle zurückkehren und diesen Artikel schreiben. Wäre menschliche Sprache jedoch im Stande, ihre Qualen wiederzugeben? Fakt ist, da Menschen Mose und den Propheten nicht glauben, würden sie auch selbst dann nicht glauben, wenn eine Seele aus den Flammen gerettet würde (Lk 16:31). Da das Schicksal einer verlorenen Seele auf alle Ewigkeit besiegelt ist, und diese nie wieder zurückkehren kann, um jemanden persönlich zu warnen, lassen wir Gottes Wort reden und vertrauen, dass Gottes Geist die Welt vom kommenden Gericht überführen wird.

Wie können wir, die wir von der Wahrheit überzeugt sind, schweigen, während falsche Lehrer leugnen, dass es eine buchstäbliche Hölle gibt und dabei die Hände der Gottlosen und Übeltäter stärken, so dass niemand von seiner Bosheit umkehrt (Jer 23:14; Hes 13:22)? Während täglich Tausende in die Hölle strömen, beruhigen „Prediger“ im Auftrag des Teufels die Massen mit der Behauptung, es gebe einen solchen Ort wie eine Hölle nicht. Sie sind in der Tat Komplizen des Teufels. Der Teufel selbst könnte die Botschaft nicht besser predigen. Solche Prediger werden einmal mit einem umso schwereren Gericht bestraft werden (Mt 23:14).

Manche sprechen von einem „ewigen Aus“ für die Gottlosen, indem sie behaupten, die Strafe für einen Sünder liege darin, dass diesem nach seinem Tod die ewige Herrlichkeit des Himmels verwehrt, und er statt dessen mit einem „ewigen Aus“ oder einer Vernichtung bestraft würde. Wie könnte ja auch der barmherzige Gott, der so voller Liebe zu uns Menschen ist, zusehen, wie eine Seele ewiglich gequält würde?

Dann muss ich aber fragen: Wie könnte ein heiliger Gott, der die Sünde hasst und Seinen Zorn vom Himmel her über alle Gottlosigkeit und Ungerechtigkeit der Menschen offenbart (Röm 1:18), einen Sünder für dessen Rebellion gegen Seinen Schöpfer und für das Abweisen Seiner Gnade mit einem „ewigen Aus“ belohnen? In den Himmel wollte ein Sünder ja sowieso nicht, könnte er die Reinheit und Heiligkeit dieses Ortes in seinem schmutzigen Seelenzustand gar nicht ertragen. Was könnte für ihn besser sein als zu glauben, dass er nach seinem selbstsüchtigen, ausschweifenden Leben einfach vernichtet wird? Das entspräche ja genau Seiner Hoffnung, dass er sein Leben jetzt in Sünde genießen kann und nichts zu befürchten braucht. Welch eine Ermutigung für ihn, mit seinem alten Leben fortzufahren! Warum den Retter, Jesus Christus, suchen?
Wie kann ich von solch einer Seele erwarten, dass sie mit Furcht und Zittern die Erlösung sucht, wenn ich ihr solch ein „Evangelium“ bringe?
Ich bin mir bewusst, dass die Angst vor der Hölle nicht das hauptsächliche Motiv sein sollte, das einen Menschen veranlasst, Gott zu suchen, sondern viel mehr die Reue über seine Sünde, mit der er Gott betrübt hat. Und doch spielt eine göttliche Furcht vor dem kommenden Gericht in der Erweckung einer Seele mit.

Wenn das „ewige Aus“ die biblische Strafe sein soll, dann ist meine nächste Frage: Wo bleibt die Strafe für jemanden, der nicht mehr existieren möchte, und seinen „Lohn“ gerade in solch einer Strafe sucht, indem er Selbstmord begeht? Tatsache ist, dass eine solche Seele in der Hölle ihre Augen voller Entsetzen aufmachen wird, um auf ewig unvorstellbare Qualen zu erleiden. Gott ist gerecht, und Seine vollkommene Gerechtigkeit schließt auch Sein gerechtes Urteil für die Menschen ein, die bestraft oder belohnt werden, gemäß ihren Werken (siehe 2Th 1:5-10).

Lasst uns nun folgende Punkte betrachten und dabei Gottes Wort reden lassen:

1. Der Mensch besitzt eine unsterbliche Seele.
„...und der Staub wieder zur Erde zurückkehrt, wie er gewesen ist, und der Geist zurückkehrt zu Gott, der ihn gegeben hat“ (Pred 12:7).
„Und es geschah, als ihr die Seele entschwand, weil sie am Sterben war...“ (1Mo 35:18).
„Und so gewiss es den Menschen bestimmt ist, einmal zu sterben, danach aber das Gericht“ (Hebr 9:27).

2. Nach dem Tod eines Menschen geht die Seele an ihren Ort im Totenreich (Hades), um das endgültige Gericht abzuwarten. Die Gerechten gehen in das Paradies, die Ungerechten an einen Ort der Qual.
„Es starb aber auch der Reiche und wurde begraben. Und als er im Totenreich seine Augen erhob, da er Qualen litt, sieht er den Abraham von ferne und Lazarus in seinem Schoß.“ (Lk 16:22-23).
„Und er sprach zu Jesus: Herr, gedenke an mich, wenn du in deiner Königsherrschaft kommst! Und Jesus sprach zu ihm: Wahrlich, ich sage dir: Heute wirst du mit mir im Paradies sein!“ (Lk 23:42-43).
„...so weiß der Herr die Gottesfürchtigen aus der Versuchung zu erretten, die Ungerechten aber zur Bestrafung aufzubewahren für den Tag des Gerichts“ (2Pt 2:9).

3. Am Tag des Jüngsten Gerichtes werden alle aus ihren Gräbern auferstehen (selbst wenn sie zu Asche verbrannt wurden), und die Seele wird sich wieder mit dem Körper, der verwandelt und unverweslich sein wird, verbinden, und an den Ort der ewigen Strafe (Hölle, Gehenna) oder des ewigen Lohnes (Himmel) gehen, je nach den auf Erden vollbrachten Werken.
„Siehe, ich sage euch ein Geheimnis: Wir werden zwar nicht alle entschlafen, wir werden aber alle verwandelt werden, plötzlich, in einem Augenblick, zur Zeit der letzten Posaune; denn die Posaune wird erschallen, und die Toten werden auferweckt werden unverweslich, und wir werden verwandelt werden.“ (1Kor 15:51-52).
„Siehe, er kommt mit den Wolken, und jedes Auge wird ihn sehen, auch die, welche ihn durchstochen haben; und es werden sich seinetwegen an die Brust schlagen alle Geschlechter der Erde! Ja, Amen.“ (Offb 1:7).
„Und das Meer gab die Toten heraus, die in ihm waren, und der Tod und das Totenreich gaben die Toten heraus, die in ihnen waren; und sie wurden gerichtet, ein jeder nach seinen Werken.“ (Offb 20:13).
„Wir werden ja alle vor dem Richterstuhl des Christus erscheinen.“ (Röm 14:10).
„Und ich sah einen großen weißen Thron und den, der darauf saß; vor seinem Angesicht flohen die Erde und der Himmel, und es wurde kein Platz für sie gefunden. Und ich sah die Toten, Kleine und Große, vor Gott stehen, und es wurden Bücher geöffnet, und ein anderes Buch wurde geöffnet, das ist das Buch des Lebens; und die Toten wurden gerichtet gemäß ihren Werken, entsprechend dem, was in den Büchern geschrieben stand.“ (Offb 20:11-12).
„Und sie werden in die ewige Strafe hingehen, die Gerechten aber in das ewige Leben.“ (Mt 25:46).
„Es ist besser für dich, dass du als Krüppel in das Leben eingehst, als dass du beide Hände hast und in die Hölle fährst, in das unauslöschliche Feuer, wo ihr Wurm nicht stirbt und das Feuer nicht erlischt.“ (Mk 9:43-44).
Möge Gott die Lügenmäuler stopfen, die so viele arme Seelen irreführen, und mögen die Augen vieler Sünder über die Wirklichkeit der Hölle aufgetan werden, auf dass sie mit Furcht und Zittern bewegt werden, ihre Seelen zu retten!