Exklusiv – Können wir anders sein?

Ihr behauptet, wir seien zu stolz, euch die Hände bei der Anbetung zu reichen. Wir beteiligen uns nicht an euren Programmen, wir halten eure Feiertage nicht ein und wir richten uns in keiner Weise nach eurem Stil. Wir verändern unseren Maßstab auch nicht ein einziges Mal geringfügig (um des Familienfriedens willen), um uns eurem Schema anzupassen. Wir sind unbiegsam und extrem engstirnig. Wir denken, wir seien etwas Besonderes – so entsteht der Eindruck – zu gut für den Rest der Welt. Zum Teil habt ihr Recht. Nein, an sich sind wir nicht besser als irgendjemand anders. Wir sind Menschen, und ohne Gott armselig und schwach. Und dennoch sind wir exklusiv. Können wir anders sein?

Durch die ganze Geschichte hindurch war unsere Religion exklusiv. Daniel wurde in eine Löwengrube gesperrt, weil seine Art der Anbetung auf dem Hofe Babylons nicht akzeptabel war. Drei hebräische Jünglinge wurden in den siebenmal heißeren Feuerofen geworfen, weil sie sich weigerten, sich mit ihren heidnischen Nachbarn zu vermischen und sich vor dem goldenen Bild zu beugen, wie Nebukadnezar es verlangte. Die Botschaft der Apostel stieß gegen den Lebensstil der Juden sowie der Heiden in ihrer Umgebung, was Aufstände, Proteste und Verfolgung verursachte. Schwächten sie ihre Botschaft ab? Präsentierten sie eine schmackhaftere Version des Evangeliums, welche sich der Philosophie ihrer Zeit anpasste?

Die gegenwärtige Generation ist eine Generation der Toleranz, der Anpassung und Akzeptanz eines jeden, der empfindet, er habe Recht, einfach weil wir seine Gefühle nicht verletzen möchten.

Die Wahrheit wird in einer relativen Art und Weise definiert, die mit jedermanns Denkweise übereinstimmt und wir als Christen werden dazu gedrängt, jede Philosophie gutzuheißen und mit jeder geistlichen Erfahrung Gemeinschaft zu pflegen. Denkt jemand anders als wir, dann übersehen wir einfach unsere Unterschiede und arbeiten in seliger Harmonie zusammen. Zeigt es nicht letztendlich einen demütigen, christlichen Geist, sich mit Personen verschiedener Überzeugungen zurechtzufinden und zu respektieren, was sie glauben? Es gibt jedoch ein Problem. Während Menschen meinen, die Person zu respektieren, versäumen sie in ihrem voreiligen Kompromiss, Christus zu respektieren.

Jesus ist an und für sich originell und von Natur aus ein starkes Individuum. Nie pflegte Er die allgemein anerkannten Formen zu konfigurieren. Er kam, weder alte Maßstäbe mit aktuellen Ansichten zusammenzuflicken, noch Seine Botschaft mit denselben zu harmonisieren. Er brachte einen neuen Weg. Er leitete Seine eigene Dynastie ein, indem Er selbst der erste, letzte und alleinige Herrscher ist. Er reicht einer Eine-Welt-Regierung nicht Seine Hände, indem Er zahlreiche Meinungen unterstützt; Er steht für sich alleine. Wo Er regiert, gibt es keine Gewaltenteilung. Er hat weder eine Demokratie, noch zählt Seine Stimme wie eine von vielen Stimmen einer Regierung. Eine Volkswahl macht für Ihn keinen Unterschied, denn Er ist die einzig vorhandene Wahloption.

Toleranz, sagt man uns, sollten wir üben – aber, Toleranz wofür? Toleranz für Irrtum? Toleranz für Sünde? Wie viel kann die Gemeinde tolerieren und dennoch ihre Kleider von der Welt unbefleckt erhalten? Bittet ihr uns, falsche Erfahrungen und verkehrte Anbetung zu akzeptieren? Bitte sagt uns, wie? Mit einem unerlösten Herzen in Übereinstimmung anzubeten, ist genauso schwierig wie mit einem verstimmten Instrument zu harmonieren. Wir schwingen mit unterschiedlichen Frequenzen. Im Klang ist einfach keine Harmonie vorhanden. In einem Orchester tolerieren wir kein Instrument, das nicht nach dem festgesetzten musikalischen Standard gestimmt ist – wie können wir dann in der Gemeinde Gottes fleischliche Erfahrungen und Einstellungen tolerieren, die nicht mit Christus in Einklang sind? Es gibt nur einen Weg, eine Wahrheit, ein Leben. Alles andere ist Ketzerei. Gott erbaute sich eine Gemeinde und machte sie zu dem Pfeiler und der Grundfeste der Wahrheit (1Tim 3:15). Es gibt nicht etwas Gutes in jeder Religion. Gottes Gemeinde hat alles Gute und alles außerhalb davon ist falsch. Können wir mit anderen zusammenarbeiten? Nur, wenn sie ihre Irrtümer aufgeben und den biblischen Weg einschlagen, ansonsten können wir keine Gemeinschaft pflegen. Unser Gott ist nicht ein Gott des Vermischens. Er wird sich nicht mit Sünde oder Irrtum verbinden, noch wird Er einer der vielen Wege sein. Er aktualisiert Seine Philosophie nicht entsprechend der neuesten Entdeckungen. Und während Menschen darin fortfahren, sich bequemere Zugänge zur Erlösung zu ersinnen, bleibt Jesus Christus unveränderlich als der einzige wahre Weg von Gott zum Menschen.