Heilige Gedanken für stille Stunden

1. Alles, was weniger ist als ein vollkommenes Gottvertrauen ist ein Gottverleugnen.

2. Das Leben hat eine Sprache. Um heilig zu leben, müssen all unsere Worte und Werke sagen: „Geheiligt werde Dein Name.“

3. Die Strahlen des Lichts, die von der Sonne kommen, sind so rein wie die Sonne. Das Leben, das aus Gott fliesst, muss so frei von Unvollkommenheiten sein wie Er es ist.

4. Wenn die menschliche Seele in der moralischen Gestalt, Schönheit und Fruchtbarkeit wachsen soll, muss sie empfänglich sein für das Licht von Gott und dieses so aufnehmen, wie es auf sie fällt.

5. Wenn du der Welt um dir herum nicht zeigst, dass es etwas Besseres gibt als Wohlstand, Ehre, Stellung, irdisches Vergnügen und die guten Meinungen und der Lob der Menschen, zeigst du ihr nicht das Leben Christi.

6. Jemand, der uns nicht so sehr liebt, dass er uns auf unsere Fehler aufmerksam macht, liebt uns eigentlich nicht recht. Einander zu lieben bedeutet, ein großes Verlangen zu haben, den andern frei von Fehlern zu sehen.

7. Ein Mensch, der es unterlässt, uns, wenn nötig, zu tadeln, uns aber stattdessen lobt, und verdiente Zurechtweisung aus Furcht, uns zu verletzen, zurückhält, ist grausamer als einer, der uns das Brot vorenthält, wenn wir hungrig sind.

8. Derjenige, der Worten der Leichtfertigkeit, Scherzen, Torheit, Märchen und Geschwätzen zuhört, und dieselben nicht missbilligt, macht sich selbst zum Teilhaber der Sünde.

9. Es ist in dem Erlösungsplan so eingerichtet worden, dass Gott und Mensch so ineinander absorbiert sein können, dass sie dasselbe denken, wollen, zusammen empfinden, lieben und arbeiten. Dies ist der Mensch in seiner wahren Persönlichkeit.

10. Der Mensch soll geliebt werden, weil er wertvoll vor Gott ist. Wir können uns ungefähr vorstellen, wie wertvoll der Mensch in den Augen Christi ist, wenn wir an das schreckliche „Wehe“ denken, das Er über die ausspricht, die denen Unrecht tun, die an Ihn glauben.

11. Je ähnlicher dein Wandel dem Wandel Christi ist, desto ähnlicher wird dein Wandel dem, wie er sein soll. Je mehr du Ihn liebst, und mit Ihm liebst, und alle Dinge für Ihn liebst, desto mehr wirst du sein wie Er ist.

12. Das Problem liegt nicht darin, dass du nicht weißt, was richtig ist; das Problem liegt darin, dass du dich nicht an Gott klammerst, damit Er dir hilft so zu leben, wie du leben solltest.

C. E. Orr