Kleidung für den Gottesdienst

Respekt – Die Gesellschaft war einmal davon geprägt. Kinder respektierten ihre Eltern und die meisten hatten Respekt vor Autoritätspersonen. Respekt veranlasste Menschen dazu, sich in einer präsentablen Art und Weise dem Anlass gemäß zu kleiden. Man kleidete sich sogar besser, um Besorgungen in der Stadt zu erledigen oder zum Reisen.

Uns allen ist bekannt, dass dieses heute nicht mehr der Fall ist. Lässige Kleidung (und gewöhnlich wird auch hier noch gekürzt) wird für fast jeden Anlass bevorzugt. Aber blicke einmal hinter die lässige Kleidung und du wirst auch eine lässige Einstellung entdecken, die mit ihr verbunden ist. Das mag in Ordnung sein, wenn du eine Fahrradtour durch die Landschaft unternimmst, aber manche Situationen fordern Respekt; Respekt, der in jemandes Geist gespürt und daher in seinem Auftreten und in der Kleiderwahl zur Schau gestellt wird.

Kaum jemand würde es sich im Traum einfallen lassen, in Khaki-Hosen und Poloshirt zu erscheinen, um sich mit dem Präsidenten der Vereinigten Staaten zu einem Mittagessen zu treffen. Der Grund dafür ist offensichtlich: Der Anlass und das Amt fordern Respekt. In diesem Fall würde man peinliche Genauigkeit auf die Auswahl der Kleidung legen.

Wie ist es dann möglich, dass die „Häuser der Anbetung“ mit Menschen gefüllt sind, die lässig gekleidet sind, als ob sie vorhätten, gleich nach der Versammlung ihren liebsten Freizeitbeschäftigungen nachzugehen? Beten sie den König der Könige, den allmächtigen Gott an? Ist Er nicht größer als irgendein Präsident? Gebührt Ihm nicht die größte Ehre? „Wo ist meine Ehre? Bin ich Herr, wo ist die Furcht vor mir? spricht der Herr der Heerscharen.“ (Mal 1:6). Wo ist der Respekt?

Hätten die Moden zur Zeit der Urgemeinde den heutigen entsprochen, könnten wir uns dann die Apostel in Khaki-Hosen oder etwa in Shorts vorstellen? Könntest du dir Maria Magdalena vorstellen, wie sie mit tief ausgeschnittenem Oberteil und eng anliegendem Rock zur Versammlung kommt? Natürlich nicht! Niemals, und schon gar nicht, wenn man sich mit den Heiligen zur Anbetung versammelt. Dennoch ist dies heutzutage in den Sekten der Fall.

Die Art und Weise, wie viele bekennende Frauen sich heutzutage kleiden, dient nicht einmal der Ehre der eigenen Weiblichkeit.

Ja, der Geist dieser Zeit ist lässig und respektlos, aber wir, die wir durch Gottes großes Erlösungswerk von dem Geist der Welt befreit worden sind, schätzen uns glücklich, gegen ihren reißenden Strom anzugehen.

Ehrfurcht gebührt dem allmächtigen Gott. Möge die Ehre, die Ihm gebührt, sich in unserer Kleidung widerspiegeln.

Susan Mutch