Krieg im Himmel

Hast du jemals gegen den Teufel gekämpft? Jesus tat es als der Teufel kam, um Ihn in der Wüste zu versuchen (Mt 4), und Er besiegte ihn durch das Wort Gottes. Eph 6:11-12 fordert uns auf: "Zieht die ganze Waffenrüstung Gottes an, damit ihr gegen die Listen des Teufels bestehen könnt! Denn unser Kampf ist nicht gegen Fleisch und Blut, sondern gegen Gewalten, gegen die Mächte, gegen die Weltbeherrscher dieser Finsternis, gegen die geistigen Mächte der Bosheit in der Himmelswelt." Ohne Frage befinden wir uns in einem Kampf gegen alle Ungerechtigkeit und alle betrügerischen Werke des Teufels. Diese geistliche Auseinandersetzung herrscht gegenwärtig in dieser Welt und wird sich fortsetzen, bis der Herr wiederkommt. Dies ist in der Tat die Schlacht von Harmagedon, die im Garten Eden begonnen hat.

Wo findet dieser Kampf statt? "Und es entstand ein Kampf im Himmel: Michael und seine Engel kämpften mit dem Drachen. Und der Drache kämpfte und seine Engel; und sie bekamen nicht die übermacht, und ihre Stätte wurde nicht mehr im Himmel gefunden." (Offb 12:7-8). Der Himmel hier bezieht sich nicht auf den Himmel der Himmel, wo der Vater der Ewigkeit ist, sondern bezeichnet einfach die "Himmelswelt", auf die in Epheser 6 Bezug genommen wird. Der Kampf wird geführt gegen "jede Höhe, die sich gegen die Erkenntnis Gottes erhebt", wie in 2Kor 10:4-5 erklärt wird: "Denn die Waffen unseres Kampfes sind nicht fleischlich [dies ist kein physischer Kampf], sondern mächtig für Gott zur Zerstörung von Festungen; so zerstören wir Vernünfteleien und jede Höhe, die sich gegen die Erkenntnis Gottes erhebt, und nehmen jeden Gedanken gefangen unter den Gehorsam Christi."

Wenn wir bekehrt sind, befinden wir uns in der Himmelswelt: "Er hat uns mit auferweckt und mit sitzen lassen in der Himmelswelt in Christus Jesus." (Eph 2:6). Sogar die Tatsache, dass der Himmel über uns mit seinen Sternen, der Sonne und dem Mond in der Schrift oftmals als Himmel bezeichnet wird, lässt uns wissen, dass wenn das Wort Himmel verwendet wird, es sich nicht immer auf den ewigen Wohnsitz Gottes bezieht. Diese Hinweise sollten einem helfen zu verstehen, dass der Himmel, der in Offb 12:7 genannt wird, nicht Gottes ewiger Wohnort, sondern stattdessen der geistliche Himmel ist.

Der heidnische Drache

In Offb 12 sehen wir den Beginn des Evangeliumstages mit Michael (Jesus) und Seinen Engeln (Botschaftern oder Predigern), die gegen den Drachen (Heidentum) kämpfen. Das Heidentum war selbstverständlich ein vom Teufel ausgedachtes Religionssystem, das sich selbst über lange Jahrhunderte hinweg auf der Erde erhoben hatte und durch seine falschen Gottheiten Scharen betrog.

Das Predigen des wahren Evangeliums befreite Seelen von ihren heidnischen Irrtümern. Dieser Kampf war heiß, denn das heidnische Rom verfolgte die Heiligen und viele wurden von diesem Monstrum erschlagen. Dennoch "haben [sie] ihn überwunden wegen des Blutes des Lammes und wegen des Wortes ihres Zeugnisses, und sie haben ihr Leben nicht geliebt bis zum Tod!" So erfolgreich kämpfte die Gemeinde der Morgenzeit gegen diese heidnische Macht, dass das Heidentum seine Festung verlor.

Das päpstliche Tier

Wütend über seine Niederlage dachte sich der Feind nun eine andere religiöse Form aus, um in seinem Krieg gegen die Wahrheit die Nationen zu betrügen. Offb 13:1-8 stellt uns den Aufstieg der tierischen, päpstlichen Religion dar, um "mit den Heiligen Krieg zu führen" und "es wurde ihm Macht gegeben, 42 Monate zu wirken", oder 1260 Jahre, nämlich in der Zeit des dunklen Mittelalters. Dieses Tier behauptete sich in der Welt, um die Nationen zu täuschen und, wie der Drache vor ihm, die wahre Gemeinde, welche es wagte, sich seinen Irrtümern zu widersetzen, verbissen zu verfolgen. Scharen starben unter der Herrschaft dieses Tieres einen grausamen Tod, bis es von den Reformatoren des 16. Jahrhunderts verwundet wurde.

Das protestantische Tier

Entschieden, seinen Kampf, Seelen zu hintergehen, fortzuführen, dauerte es nicht lange bis Satan folgendes bewirkte: "Ich sah ein anderes Tier aus der Erde aufsteigen: und es hatte zwei Hörner gleich einem Lamm, und es redete wie ein Drache." (Offb 13:11). [Dieses Tier wird auch "das Bild des Tieres", Offb 13:14-15 und "der falsche Prophet", Offb 16:13; Offb 19:20 genannt.] Hier haben wir den Beginn des Protestantismus oder Konfessionalismus. Dieses religiöse System ist von der Erde, nicht vom Himmel. Geliebte, Gott ist nicht der Urheber des Protestantismus! Erlaube der lammähnlichen Erscheinung dieses Tieres nicht, dich zu täuschen. Es ist in der Tat der Einfall des Teufels, täuschender als das päpstliche Tier, das vor ihm war. Es steht im Widerspruch zu Gottes wahrer Gemeinde und macht Seelen vom Weg der Wahrheit und des reinen Evangeliums abwendig.

Der endgültige Kampf

Es hat schon immer eine Verbindung zwischen dem Drachen, dem Tier und dem Bild des Tieres gegeben. Der Drache wird Satan genannt (Offb 12:9), was besagt, dass er ein teuflisches Religionssystem ist; das päpstliche Tier erhielt seine Macht von dem Drachen (Offb 13:2.4); und das Bild redete wie der Drache (Offb 13:11). Schon immer steckte Satan hinter all diesem. Dennoch waren sie noch nie so eng miteinander verbündet wie in dieser letzten Zeit, indem sich diese Mächte zusammenschließen (zum Beispiel durch die gegenwärtige ökumenische Bewegung), um mit ihrer verführerischen List gegen das wahre Volk Gottes zu kämpfen. "Und wenn die tausend Jahre vollendet sind, wird der Satan aus seinem Gefängnis losgelassen werden und wird hinausgehen, die Nationen zu verführen, die an den vier Ecken der Erde sind, den Gog und den Magog, um sie zum Krieg zu versammeln; deren Zahl ist wie der Sand des Meeres. Und sie zogen herauf auf die Breite der Erde und umzingelten das Heerlager der Heiligen und die geliebte Stadt; und Feuer kam aus dem Himmel herab und verschlang sie." (Offb 20:7-9).

" … der Satan [wird] aus seinem Gefängnis losgelassen werden". Satan bedeutet Widersacher (Jesus nannte Petrus Satan, Mt 16:23) und bezieht sich hier auf den heidnischen Drachen, welchen die Predigerschaft der Morgenzeit band oder mit Hilfe der großen Kette in ihrer Hand, welche das Wort Gottes ist, ins Gefängnis warf. Offb 20:1-3 spricht von diesem und verkündet, dass der Drache eintausend Jahre, oder eine lange Zeitspanne, gebunden sein würde, in der er die Nationen nicht länger verführen könne, wonach er "für kurze Zeit" losgelassen werde.

Mit Leichtigkeit können wir in unserer Zeit erkennen, dass der Drache tatsächlich losgelassen wurde, indem wir ein Wiederaufleben des Heidentums in verschiedenen Formen bezeugen, einschließlich der New Age Bewegung, dem Wiederaufleben der fernöstlichen Religionen, dem Okkultismus, usw.

Heute geschieht das, wovon wir in Offb 20:7-9 lesen. Der Drache versammelt sich mit Gog und Magog, welche die bereits erwähnten Feinde der Wahrheit symbolisieren, nämlich das päpstliche und das protestantische Tier. Diese unermessliche Schar, "wie der Sand des Meeres", wird vom Satan gebraucht, um dem wahren Volk Gottes (der Gemeinde des lebendigen Gottes, dem Neuen Jerusalem) zu widerstehen und mit ihren Irrtümern "die Nationen zu verführen".

Offb 16:13-16 beschreibt dasselbe Ereignis, welches seinen Abschluss finden wird in dem baldigen Kommen Jesu Christi, um diese Welt ins Gericht zu rufen.

Niemals zuvor war religiöser Betrug so extrem wie in dieser Zeit. Als ein Resultat davon werden buchstäblich Scharen erschlagen. Jede Seele ist in diesen Kampf verwickelt. Nur weil jemand ein religiöses Bekenntnis hat, bedeutet das nicht unbedingt, dass er in dem Heer Gottes ist und sich auf dem Weg zum Himmel befindet. Auf Grund des Betruges befinden sich vielmehr die meisten in dem Heer des Teufels und sind unvorbereitet Gott zu begegnen, indem sie einen anderen Jesus, einen anderen Geist und ein anderes Evangelium empfangen haben (2Kor 11:4).