Was ist verkehrt daran, wie ein Christ auszusehen?

„Die Kleidung ist nicht ausschlaggebend. Es kommt auf das Herz an.“ Hierauf antworten wir: Du hast teilweise recht. In der Tat kommt es auf das Herz an, „denn von ihm geht das Leben aus“ (Spr. 4:23); der Unterton deiner Absich- ten und Motive. Demnach sehen wir die Reichen und die Elite her- ausgeputzt in ihrer teuren Designer-Kleidung, und die Sportler in ihrer Ausrüstung. Sie tragen ihre Kleidung wie ein Aushängeschild: „Das bin ich!”

Die Uniform des Polizisten identifiziert ihn. Sage ihm, dass seine Kleidung nicht ausschlaggebend ist – die Fußballmannschaft – der Geschäftsmann, der sich auf dem Weg zu einem Vorstellungsgespräch befindet. Die Kleidung ist ausschlaggebend! Sie redet, lange bevor du anfängst zu reden. Sie identifiziert dich.

Jeder wahre Christ möchte als solcher identifi ziert werden. Mit dem Tragen eines Kreuzes an einer Halskette oder durch eine Schriftstelle auf einem T-Shirt wird dieses nicht erreicht, vor allem wenn die restliche Kleidung der Welt gleichgestellt ist. Die Welt fließt aus der Quelle eines solchen Herzens. Alles weitere Drum und Dran (ihre evangelistischen Bemühungen) ist lediglich eine Warnung zur Vorsicht vor weiterer falscher Werbung. Ich möchte hier noch etwas hinzufügen:

Die Gnade Gottes lehrt uns, die Gottlosigkeit und weltlichen Begierden zu verleugnen, und gottesfürchtig in der jetzigen Weltzeit zu leben (Tit 2:12). Wenn Neubekehrte allein auf die Belehrung des Heiligen Geistes angewiesen wären, ungehindert von den Fehlern und schlechten Vorbildern der Sekten und Glaubensbekenntnissen der Menschen, würde es nicht lange dauern, bis die innere Heiligkeit des Herzens (die jedes wahre Kind Gottes besitzt) nach außen sichtbar würde. Siehe, alles wird neu – einschließlich der Garderobe!

Christen sind „ein eigentümliches Volk“, „eine Stadt, die auf einem Berg liegt, [und] nicht verborgen bleiben [kann]”. Wir heben uns von der Masse ab. Warum sollte jemand, der bekennt, ein Nachfolger des großen Königs der Könige zu sein, davor zurückschrecken, als solcher identifi ziert zu werden? Dieses „sich der Welt anpassen”, um „die Welt zu gewinnen”, ist laut der Bibel „nicht die Weisheit, die von oben kommt, sondern eine irdische, seelische, dämonische”.

Keine Seele wurde je wirklich auf den schmalen Weg geführt, indem weltliche Methoden angewandt wurden. Seit wann sind die Moden der Gottlosen ein evangelistisches Werkzeug? Seit wann diktiert ein verkehrtes Geschlecht der Gemeinde die Maßstäbe? „Sondert euch ab, spricht der Herr!”

Schw. Susan Mutch