Wiedergutmachung

Es gibt eine Lehre bezüglich der göttlichen Vorsehung, welche wenig Achtung unter der Menschheit findet. Ich spreche von der Lehre der Wiedergutmachung. Hat ein Mensch seinem Nächsten Unrecht getan, vergibt Gott ihm seine Sünden zwar aufgrund seiner Buße und seines Glaubens an den Herrn Jesus, verlangt aber dennoch von ihm, der von ihm geschädigten Person gegenüber den Schaden wiedergutzumachen, insofern es in seiner Macht steht. Tut er es nicht, wird Gott es im Lauf Seiner Vorsehung von ihm fordern. Solche Achtung hat Er für das Gesetz der grenzenlosen Gerechtigkeit, dass diesem nichts verborgen bleibt.

Niemand, der seinem Nächsten Unrecht getan hat, sollte von Gott Barmherzigkeit erwarten, wenn er sich weigert, sein Unrecht wiedergutzumachen, insofern es in seiner Macht steht. Könnte er Tränen von Blut weinen, würde sowohl die Gerechtigkeit als auch die Barmherzigkeit Gottes sein Gebet abweisen, sollte er seinen Nächsten nicht für das Unrecht, das er ihm zugefügt hat, entschädigen. Die Barmherzigkeit Gottes kann durch das Blut des Kreuzes allein seine Schuld vergeben, aber kein unredlicher Mensch kann dieses erwarten, und der ist ein unredlicher Mensch, welcher das Eigentum eines anderen unrechtmäßig in seiner Hand hält. Die widernatürlichen Brüder, welche ihren Bruder verkauften, stehen selbst davor, gefangengenommen zu werden und der Fessler selbst wird nun im Gegenzug gebunden. Und obwohl freundliche Vorsehung es verhindert, dass das Übel sie überfällt, empfinden sie in ihrer Befürchtung dennoch die Realität in vollem Maße, indem ihr quälendes Gewissen das Nichtvorhandensein eines Gefängnisses, Gefängniswärters und Fesseln ersetzt.

Adam Clark