An die jungen Männer

„Ich habe euch geschrieben, ihr jungen Männer, weil ihr stark seid und das Wort Gottes in euch bleibt und ihr den Bösen überwunden habt.“ (1Joh 2:14).

Christen sind keine zarten Weichlinge. Wir reden hier von wahren Christen. Und Gott sei Dank, junge Leute können ebenfalls echte Christen sein. Es ist unsere Bürde, besonders die jungen Männer anzusprechen.

Junge Männer, ein Großteil der religiösen Welt um euch herum lehrt, dass Christen mehr oder weniger sündigen müssen. Sie geben ihren jungen Männern Raum, leichtsinnig und scherzhaft zu sein. Manche gehen so weit, dass sie ihnen erlauben, „sich die Hörner abzustoßen“ oder entschuldigen das häufige Abgleiten ihrer jungen Männer in die Sünde als Folge der eigenartigen Versuchungen, denen junge Leute während ihrer Jugendjahre ausgesetzt sind.

Es ist traurig zu sagen, aber die Erfahrungen vieler junger Männer da draußen scheinen die Erwartungen falscher Religion zu bestätigen. Manche jungen Männer haben sich gefragt, warum sie unfähig sind, den Versuchungen zu widerstehen, obwohl es ihr Verlangen ist, dem Herrn zu dienen. Warum fällt es ihnen so leicht, alles andere als geistlich zu sein? Sie stehen einem Paradox gegenüber. Sie rühmen sich der Entwicklung ihrer physischen Stärke, fühlen sich jedoch innerlich schwach. Junge Männer, Gott sei Dank, es gibt etwas Besseres für euch als dieses!

Johannes kannte offensichtlich einige junge Männer zu seiner Zeit, die stark genug waren, dem Teufel zu widerstehen. Das Geheimnis ihrer Stärke offenbart sich durch die Worte: „…und das Wort Gottes in euch bleibt“. Diese jungen Männer, wie Apollos, waren „mächtig in den Schriften“ (Apg 18:24). Wir stellen euch nun die Frage, ihr jungen Männer: Kann dies von euch gesagt werden?

Nimm dir einen Moment Zeit und denk mal über deine Gespräche nach, wenn du mit anderen jungen Männern deines Alters zusammen bist. Worüber sprecht ihr? Über das neuste Automodell? Ob ein Ford besser ist als ein Chevrolet? Oder über eines von hundert anderen unbedeutenden Dingen? Wenn dem so ist, dann ist es kein Wunder, dass du nicht im Stande bist, dein Heil zu bewahren. Das Wort Gottes bleibt nicht in dir. Du sagst: „Ich habe meine Bibel heute morgen während der Andacht gelesen.“ Nein, junger Mann, das Wort Gottes bleibt nicht in dir. Deine Gespräche offenbaren, worauf deine Zuneigung gerichtet ist. Man kann von einem jungen Mann sehr wohl sagen, wie einst von Petrus gesagt wurde: „Deine Sprache verrät dich“ (Mt 26:73). „Denn wovon das Herz voll ist, davon redet der Mund.“ (Mt 12:34).

Obwohl sie es nicht zugeben wollen, reifen junge Männer gewöhnlich langsamer heran als junge Frauen in ihrem Alter. Du wirst feststellen, dass junge Männer sich noch viel länger über kindliche Aktivitäten unterhalten als junge Frauen. Das ist selbstverständlich ein Nachteil, aber ein junger Mann kann und muss überwinden, wenn er stark sein und den Bösewicht überwinden will. Was werdet ihr, junge Männer, nun dagegen tun? Wollt ihr euch von den jungen Frauen beschämen lassen? Sollen sie euch in dieser Hinsicht voraus sein?

Ich habe junge Männer gekannt, die in ihren jungen Jahren so mit Gott erfüllt waren, dass es keine Grenze zu haben schien, was Gott durch sie tun konnte. Sie waren die Mittel, durch welche viele andere zum Heil geführt werden konnten. Möchtest du auch ein solcher sein? Gott sei Dank, du kannst es sein!

Junge Männer, ihr habt wunderbare Vorbilder im Wort Gottes von jungen Männern, die den Kampf der Jugend gekämpft haben und vollständig unbescholten herausgekommen sind. Möchtest du nicht über diese Siege nachlesen, darüber nachsinnen und sie zu deinen eigenen werden lassen? Möchtest du dich nicht mit deinen Freunden darüber unterhalten und einander zur Gottesfurcht anspornen?
Vor einigen Jahren hörte ich bei einer Versammlung zufällig einige junge Männer miteinander reden. Einer sagte, dass er stärker wäre als ein anderer. Ein weiterer prahlte über seine Fähigkeit zu ringen. Keiner von diesen beteiligten jungen Männern schien jedoch stark genug zu sein, um die anderen zum Gebet für die Verlorenen herauszufordern, die die Versammlung besuchten. Sie erlaubten es sich, zu einem Zeitpunkt und an einem Ort, wo Geistlichkeit dringend erforderlich war, ungeistlich zu sein. Junge Männer, die Welt bedarf eurer physischen Stärke nicht so sehr wie eurer geistlichen. Laut der Heiligen Schrift nützt eure leibliche Übung wenig. Die Gottesfurcht ist der größte Gewinn. An deiner Stelle wäre ich lieber für meine Gottesfurcht als für irgendetwas anderes bekannt.

Gott möchte wissen, wie stark du geistlich bist; wie sehr du deinen Glauben im Gebet und im Tragen von Bürden geübt hast. Apostelgeschichte 5 spricht von jungen Männern, die die Leichname von Ananias und Saphira hinaustrugen – diejenigen, die den Heiligen Geist belogen hatten. Das ist die Art von Stärke, die Gott von euch verlangt – geistliche Stärke, um die wiederhergestellte Predigerschaft zu unterstützen und zu helfen, die Gemeinde rein zu erhalten. All das Gerede über eure Ringkampffähigkeiten ist nutzlos für solch ein Werk.

Junge Männer, wenn ihr stark sein wollt, wenn ihr ein siegreiches Leben führen und einen klaren Weg zum Himmel bahnen wollt, dem andere folgen können, dann werdet ihr von euch selbst mehr fordern müssen als ihr es bisher getan habt! Ihr werdet im Wort Gottes graben müssen, es studieren, in eurem Leben anwenden und nicht nur ein Kapitel oder einen Psalm während der Andacht lesen. Wenn ihr mit anderen jungen Männern zusammentrefft, werdet ihr das Wort Gottes in die Gespräche hineinzwingen und von euch selbst fordern müssen, geistlich zu sein, selbst wenn andere es nicht sind. Ihr werdet Gott völlig hingegeben sein müssen und mit Versuchungen und weltlicher Gesinnung nicht spaßen. Trefft eine bewusste Entscheidung, das Wort Gottes über alles andere zu lieben und schaut dann, was es in euch bewirken wird!

Ich denke gerade an einen jungen Mann, der, als er noch ein junger Teenager war, zu der Schlussfolgerung kam, dass er von sich selbst mehr verlangen müsse als von anderen in seinem Alter. Seine Familienumstände waren nicht gerade wünschenswert und zu der Zeit hatte er wenig oder sogar gar keine geistliche Ermutigung von Seiten seines eigenen Vaters. Dieser junge Mann traf eine bewusste Entscheidung, eifrig und geistlich zu sein, und voller Staunen beobachte ich heute noch, zu welch einem jungen Mann diese Entscheidung ihn gemacht hat. Er ist zu einem geistlichen Führer seiner Ortsgemeinde geworden, beteiligt sich an den allgemeinen Geschäftsentscheidungen und die örtliche Predigerschaft kann sich auf ihn verlassen. Es ist nicht ungewöhnlich, ihn nach dem Gottesdienst mit einem anderen jungen Bruder oder Jungen zu sehen, denen er Rat erteilt. Nun gibt es einen jungen Mann, dessen Leben ihm selbst und anderen etwas bedeutet. Er ist der Typ junger Männer, zu dem der Apostel Johannes schrieb. Er ist stark und das Wort Gottes bleibt in ihm.

Noch ein weiterer Hinweis ehe ich aufhöre, euch jungen Männern zu schreiben: Ich danke Gott, dass als ich jung war, es etliche junge Männer in der Wiederherstellung gab, zu denen ich aufschauen konnte. Wenn man aus falscher Religion herausgekommen ist, wo die Jugend so leichtsinnig und albern ist und die jungen Männer sich für kaum etwas anderes interessieren als dafür, die Aufmerksamkeit der jungen Frauen in den Versammlungen auf sich zu lenken, so ist es unmöglich, mein Erstaunen und meine Verwunderung zu beschreiben, als ich mit jungen Männern zusammentraf, die stark waren. Sie waren stark genug, gottesfürchtig zu leben, der Versuchung zu widerstehen und den jugendlichen Begierden zu entfliehen. Man konnte sich in den Versammlungen darauf verlassen, dass sie die Bürden im Gebet und geistliche Gespräche führten. Man konnte damit rechnen, dass sie sich in den Gottesdiensten aktiv beteiligten und nicht nur die Bänke erwärmten und kaum einen Pieps von ihren Lippen entgehen ließen. Wenn etwas getan werden sollte, dann taten sie es. Und daher sind sie zu mächtigen Werkzeugen in den Händen des Herrn herangewachsen, zur Rettung von Seelen.

Junge Männer, das Leben eines Christen ist nicht leer und sinnlos. Eifrig zu sein bedeutet nicht, dass es nicht Zeiten zum Lachen gibt. Es bedeutet auch nicht, dass ihr allzu himmlisch gesinnt sein müsst im Blick auf irdische Güter. Jedoch haben die meisten von euch etliche junge Männer in dieser Wiederherstellung gesehen, denen ihr nacheifern und folgen solltet. Die Welt bedarf eurer, dass ihr radikal und hingegeben seid. Junge Kinder müssen ein Beispiel sehen können, dem sie sicher folgen können.

Junge Männer, kann das, was Johannes vor hunderten von Jahren schrieb, auch von euch gesagt werden? Wollt ihr euch nicht unsere einleitende Schriftstelle aneignen? Wollt ihr nicht das Leben eines wahren Christen leben und die Calvinisten und sündigenden Religionisten widerlegen, indem ihr ein vollkommenes Siegesleben für Gott lebt? Ihr könnt es, wenn ihr es wollt! Christus wird euch beistehen. Er hat es verheißen. Er war auch einmal jung, sowie ihr es nun seid. Wollt ihr Ihm nicht gestatten, eine Standhaftigkeit und Entschiedenheit in euch zu bewirken?

Nehmt einen Stand für Gott, Wahrheit und Gerechtigkeit ein! Erquickt durch euer Vorbild die Herzen der Heiligen und bewegt die Herzen der Verlorenen! Gestattet es dem Wort Gottes, in euch zu wohnen! Seid stark!