Das Schweigen brechen

"Auf deinen Mauern, Jerusalem, habe ich Wächter bestellt! Den ganzen Tag und die ganze Nacht werden sie keinen Augenblick schweigen. Ihr, die ihr den Herrn erinnert, gönnt euch keine Ruhe."
Jes. 62,6.

STILLSCHWEIGEN IST EIN ZEICHEN DES ABFALLS!

In Mt. 24,31 lesen wir: "Und er wird seine Engel (Prediger der Gemeinde Gottes) aussenden mit starkem Posaunenschall, und sie werden seine Auserwählten versammeln von den vier Winden her, von dem einen Ende der Himmel (religiösen) bis zu ihrem anderen Ende." Weiter lesen wir in Offb. 8,2: "Und ich sah die sieben Engel (Prediger der Gemeinde Gottes), die vor Gott stehen; und es wurden ihnen sieben Posaunen gegeben." Gott teilt die Gaben des Predigens aus (siehe Eph. 4,8). Das Blasen der Posaune heißt: "Rufe aus (voller) Kehle, halte nicht zurück! Erhebe deine Stimme wie ein Horn und verkünde meinem Volk sein Vergehen und dem Hause Jakob seine Sünden." Jes. 58,1.

Dann lesen wir in Eph. 5,11.13: "Und habt nichts gemein mit den unfruchtbaren Werken der Finsternis, sondern stellt sie vielmehr bloß (Stillschweigen bedeutet Zustimmung)! Alles aber, was bloßgestellt wird, das wird durchs Licht offenbart, denn alles, was offenbar wird, ist Licht."

Es ist mehr als genug "Stillschweigen" unter dem Namen "Gemeinde Gottes" zu finden, um große Sorge auszulösen, und einen großen, allgemeinen Abfall auszumachen. Gott ruft nach einer Predigerschaft die die Gabe des Predigtamts (Posaunen) ernst nimmt, und in seiner Hand den "ganzen Ratschluß Gottes verkündigt!"

Es erfordert Mut, um Sünde bloßzustellen, aber gerade das soll "das Blasen der Posaune" bewirken. Eine Predigerschaft, die die Posaune nicht blasen (Wachen und Alarm schlagen) will, ist überhaupt keine Predigerschaft. Es gibt Dinge, die in dieser "Abendzeit" bloßgestellt werden müßen, und bloßstellen ist gerade das, was Gott fordert, ehe er seine Segnungen über uns ausgießen kann. Darum möchten wir nochmals betonen, daß Stillschweigen nicht immer Weisheit, sondern sehr oft Zustimmung einbezieht.

Wir leben heute in der "Erntezeit," die Zeit des vorbereitenden Gerichts. Jesus Christus sendet seine Engel (Boten Gottes) aus, "aus seinem Reich alle Ärgernisse zusammenzulesen und die, die Gesetzloses tun; und sie werden sie in den Feuerofen werfen." Mt. 13,41.42. Dieses Feuer ist das Wort Gottes. Jeremia fragt: "Ist mein Wort nicht brennend wie Feuer, spricht der Herr, und wie ein Hammer, der Felsen zerschmettert?" Jer. 23,29. Dieses Feuer ist in der Gemeinde Gottes. Denn Jesaja sagt: "So hat der Herr zu mir gesprochen . . . der sein Feuer in Zion und seinen Ofen in Jerusalem hat." Jes. 31,4.9.

EIN FEUER IN ZION UND EINEN OFEN IN JERUSALEM!

"Dann wird der Herr hören lassen die Hoheit seiner Stimme und sehen lassen das Niederfahren seines Armes mit wütendem Zorn und einer Flamme verzehrenden Feuers, unter Platzregen und Wolkenbruch und Hagelsteinen" (das Wesen und die Wirkung des Wortes werden hier angedeutet). Jes. 30,30. Und weiter spricht der Prophet: "Und ich werde das Recht zur Richtschnur machen und die Gerechtigkeit zur Waage. Hagel (die Härte des Wortes) wird die Zuflucht der Lüge hinwegfegen, und die Wasser werden das Versteck wegschwemmen." Jes. 28,17. Amen.

Folglich müßen wir erkennen, daß Gemeinde Gottes nur da ist, wo eine von Gott begabte und von Gott kontrollierte Predigerschaft die Posaune aus des Herrn Hand empfangen hat und mit ihr das Schweigen bricht. Sie stellt Sünde und Unreinigkeit bloß, anstatt sie zuzudecken und zu übersehen. Unfruchtbare Werke der Finsternis werden aufgedeckt und gestraft. Das ist eine Predigerschaft, die Gott "aussendet" alle Ärgernisse aus seinem Reich zusammenzulesen.

Gott hat durch seinen Heiligen Geist und durch das Wort Gottes ein Feuer in der Gemeinde Gottes geschaffen, das von aller Unreinigkeit läutert. Wehe dem Geist Babylons, der das wirkungsvolle Arbeiten dieser beiden Zeugen durch Traditionen (Mk. 7,13 Überlieferungen) und durch Dämpfen des Geistes (1 Thes. 5,19) zu hindern versucht.

- Daniel Layne