Der Ruf nach einer heiligen Jugend

Wir leben in einem Zeitalter der Illusion. Es scheint, als ob nichts echt ist. Die meisten Menschen jagen nach der Eitelkeit dieser Welt und geben ihr Leben dem Streben nach Wertlosem hin. Die Jugend opfert ihre Talente und Zeit dem nichtigen Ehrgeiz. Selbstsucht und Respektlosigkeit nehmen überhand. Unmoral wird allgemein akzeptiert. Bosheit jeder Art ist im Überfluss vorhanden. Das Werk Christi wird heftig angegriffen. Der Feind würdigt das Werk der Wiederherstellung nicht und ist bemüht, es mit allen ihm zur Verfügung stehenden Mitteln aufzuhalten. Das Verständnis von Wahrheit wurde in unserer Zeit zerstört. Menschen glauben an eine relative Wahrheit – glaube an das, was in deinen Augen richtig ist. An Gott zu glauben, wird oft als überholt angesehen. Das Wort „Christentum“ wurde zu einer niederträchtigen Definition abgewertet. Falsche Überzeugungen haben die Gesinnung der meisten Menschen durchdrungen. Humanismus entfaltet sich weltweit. Menschen glauben, dass sie die Antwort auf jede Frage haben. Und so suchen Menschen ihr Leben lang und gelangen dennoch nicht zur Erkenntnis.

Der Feind greift die Jugend unserer Zeit an. Er weiß, dass die Jugend von heute die Erwachsenen von morgen sind, und er tut, was er kann, um ihre Gesinnung im Griff zu behalten. Wir haben es mit einer Generation unwissender junger Leute zu tun, die vertieft ist in Bosheit und dem Streben nach Vergnügen, jedoch den Ernst der Zeit, in der wir leben, nicht erkennt. Und dieser teuflische Ansturm verlangt dringend nach heiligen jungen Leuten, die für den Herrn brennen, um der Sünde, die in unserer modernen Gesellschaft Wurzel geschlagen hat, entgegenzuwirken.

Diese Welt braucht junge Leute, die es ernst meinen mit dem, was sie tun; die wissen, was sie glauben, und die kühn, ja sogar stolz Stellung einnehmen für das, was sie als richtig erkennen; die sich nicht davor fürchten, dem Gespött ins Angesicht zu sehen und mutig zu verkünden: „So spricht der Herr“. Wir brauchen eine neue Generation aufrichtiger, radikaler Christen, die zu den vier Enden der Erde geht und das Evangelium verkündigt. Diese Welt braucht eine Jugend, die sich über die Illusion hinwegsetzt und der Realität ins Auge schaut. Ach, gäbe es junge Leute, die anstelle von selbstsüchtigem Streben nach Erfolg und Vergnügen ihre Talente, Zeit, Energie und ihr Bestreben vielmehr dem Werk des Herrn opfern und eine Bürde für die elenden Geschöpfe, die niemals von wahrer Liebe gehört haben, tragen. Wir brauchen junge Leute, die eine Vision von der Hölle haben; die eine Vision von den Millionen von Seelen haben, die kopfüber ins ewige Verderben eilen; die bereit und gewillt sind, die Hektik der Welt aufzuhalten. Wir brauchen junge Leute, die ohne Rücksicht auf die Konsequenzen von Gott gebraucht werden können.

Wir brauchen junge Leute, die Kindern im Weg der Heiligkeit vorangehen und die ihnen zeigen, wie sie in ihrem jungen Leben radikal sein können. Wir brauchen junge Leute, die die Lehren kennen, sie ergreifen und ausleben. Wir brauchen junge Leute, die von der Welt unbefleckt sind und die der Versuchung widerstehen können. Wir brauchen solche, die an andere denken statt an sich selbst; die denen, die in Not sind, unablässig geben können und die ihre eigenen Kämpfe hinter sich gebracht haben und die Bürden anderer tragen können. Wir brauchen solche, die bis zu ihrem letzten Atemzug treu bleiben und das Wort des Herrn kompromisslos verkündigen.

Wir brauchen Jugendliche, die im Gebet Fürbitte tun können, die eine Bürde für Arbeiter auf den Missionsplätzen tragen und sich nicht fürchten, die Talente, die Gott ihnen gegeben hat, zu gebrauchen. Wir brauchen Jugendliche, die den Hauptzweck im Leben erkennen, nämlich diejenigen zu erreichen, die „keine Hoffnung [haben] und … ohne Gott in der Welt [sind]“.

Als junge Leute müssen wir den Ruf vernehmen, die Welt mit der erlösenden Liebe des Heilands zu erreichen. Viele Seelen hängen von unserem Gehorsam ab. Wie können wir eine solch große Notwendigkeit vernachlässigen?