Der Weg zurück nach Hause

Das natürliche Heim

Noch vor ein paar Generationen war das Heim für viele Menschen eine greifbare, unbewegliche Realität - ein lebenslanges Verhältnis. Heute befindet sich die ganze Welt derart im Bösen (1Joh 5:19), dass die teure Seele, welche die Bibel zur Hand nimmt und sich auf die Suche nach dem göttlich eingerichteten Heim begibt, es schwer hat, ein solches zu finden.

Am Anfang bildete Gott der Herr Adam aus dem Staub der Erde und blies ihm den Odem des Lebens in die Nase. Aus der Rippe, die Er aus Adams Seite nahm, schuf Gott Eva. Er brachte die Frau zum Mann und hieß diesem ersten Paar, fruchtbar zu sein, sich zu vermehren und die Erde zu füllen. Gott vereinte sie in der Ehe als Vorbild für alle nachfolgenden Generationen - der Mann verlässt seinen Vater und seine Mutter und hängt seiner Frau an, und sie werden ein Fleisch, um Kinder zu zeugen (1Mo 1:27-28; 2:24). In göttlicher Weise bestätigte Jesus diese himmlisch bestimmte Einrichtung der heiligen, lebenslangen Ehe, die fortwährend maßgebend sein sollte, solange die Erde stehe. "Habt ihr nicht gelesen", fragte Er, "dass der Schöpfer sie am Anfang als Mann und Frau erschuf und sprach: 'Darum wird ein Mann Vater und Mutter verlassen und seiner Frau anhängen; und die zwei werden ein Fleisch sein'? … Was nun Gott zusammengefügt hat, das soll der Mensch nicht scheiden!" (Mt 19:4-6).

Durch die Jahrtausende hindurch ertönt das göttliche Gebot für Kinder, und hallt in den Ohren unserer Kleinen wider: "Ihr Kinder, seid gehorsam euren Eltern … damit es dir gut geht und du lange lebst auf Erden'." Gottes Auftrag an die Väter findet seinen Nachhall durch die Zeitalter hindurch: " … zieht sie auf in der Zucht und Ermahnung des Herrn." Die Weisheit von oben lebt weiter in den schamhaften Frauen unserer Zeit, die "den Haushalt führen" und "häuslich" sind, während der Mann - als Haupt seiner Ehefrau und seines Hauses - voller Fleiß "für die Seinen … sorgt", was auch die Vergeltung an den eigenen verwitweten Eltern einschließt (Eph 6:1-4; 1Mo 18:19; 1Tim 5:14; Tit 2:5; 1Kor 11:3; Eph 5:24; Mt 15:3-6; 1Tim 5:8.4.16).

Böse Menschen, die auf Grund ihrer "Weisheit" Gott nicht kennen, haben das Eheversprechen "bis der Tod uns scheidet" oder "solange wir beide leben" in "solange wir beide lieben" verdreht. Die Terminkalender gesetzloser Scheidungsgerichte sind überfüllt, um zu "trennen", was Gott zusammengefügt hat. Dennoch bleibt das inspirierte Wort Gottes bestehen, welches das lebenslange Eheverhältnis der Ehefrau und des Ehemannes mit dem Verhältnis zwischen der Gemeinde und Christus vergleicht, dem Ehemann, der nur eine Braut hat (Eph 5:23-33). Nicht zu erwähnen die Auflehnung gegen ungewollte Schwangerschaften und dem daraus resultierenden Vergießen unschuldigen Blutes, im Angesicht des ausdrücklichen Gebotes Gottes an Eheleute, fruchtbar zu sein.

Boshafte Menschen haben das übertreten des Gesetzes Christi dermaßen legalisiert, dass Kinder sich über die Gott gegebene Autorität der eigenen Eltern hinwegsetzen. Andere gottlose Menschen haben durch "Weisheit" den natürlichen Verkehr einer Frau, die zum Mann gebracht wird, in das verdreht, was gegen die Natur ist: Mann mit Mann (1Kor 1:21; Röm 1:27).

Weil man Lehren der Teufel geschluckt hat, stocken auf den Lippen der heutigen Gesellschaft altbekannte Leitsprüche: "Der Mann ist das Haupt des Hauses." "Der Platz einer Frau ist im Heim." "Kinder sollen ihre Eltern achten." Wir brauchen gar nicht über die Markthallen hinaus zu schauen oder über des Nachbars Garten zu hören, um das volle Ausmaß der erfüllten Prophetie zu sehen und zu hören: " … in den letzten Tagen … [werden] die Menschen … sich selbst lieben … den Eltern ungehorsam, undankbar, unheilig, lieblos [sein] … dem Guten feind".

Ruhe für die schwer Beladenen

Es gibt einige Wenige, die zerquetscht unter den gewichtigen Ruinen ihres von Lawinen überrollten Heimes und der Gesellschaft liegen, welche der Stimme des Herrn Jesus Beachtung schenken, der ihre Herzen vom vergänglichen Dampf der zeitlichen Familie - natürlicher Vater, Mutter, Geschwister, Kinder und Ehefrau - zu der ewigen Wirklichkeit lenken will, die sie andeutet. Jesus wirft die Frage auf: "Wer ist [aus der Sicht der Ewigkeit, eigentlich] meine Mutter oder wer sind meine Brüder?" Er antwortet: "Wer den Willen Gottes tut, der ist mein Bruder und meine Schwester und Mutter." (1Kor 7:29-31; Mk 12:25; Eph 5:31-32; Mk 3:35).

Durch all den Betrug hindurch dringend, den Verletzten und gebrochenen Herzen zur Hilfe eilend, ist der Geist Christi - die Wahrheit und der Tröster - erschienen, umgeben von einer großen Wolke von treuen Zeugen, deren Wunden Er geheilt und deren Herzen Er angefüllt hat. Seine Stimme ertönt durch das Evangelium, welches gerade von diesen verkündigt wird, indem Er den gramgebeugten, zerstreuten Schafen Trost anbietet; rufend, allezeit rufend: "Kommt her zu mir alle, die ihr mühselig und beladen seid, so will ich euch erquicken! Nehmt auf euch mein Joch und lernt von mir, denn ich bin sanftmütig und von Herzen demütig; so werdet ihr Ruhe finden für eure Seelen! Denn mein Joch ist sanft und meine Last ist leicht." (Mt 11:28-30).

Das geistliche Heim

Gott, nach dem die ganze Familie im Himmel und auf Erden benannt wurde, hat "die Welt [so sehr] geliebt, dass er seinen eingeborenen Sohn gab, damit jeder, der an ihn glaubt, nicht verloren geht, sondern ewiges Leben hat". Selbst wenn das natürliche Heim scheitern sollte, mag ein "jeder" Einzelne wiederhergestellt werden in das ewige Familienheim, worin der Vater unserer Geister mit der "Mutter von uns allen" verweilt - "das obere Jerusalem". Sie und die Gemeinde Gottes sind ein und dasselbe (Eph 3:14-15; Joh 3:16; Hebr 12:9; Gal 3:26; Hebr 12:22-23).

Die nominale christliche Welt - ganz zu schweigen von der allgemeinen Bevölkerung - hat keinerlei Verständnis von der neuen Geburt in die Familie Gottes hinein. Die mühsamen, schmerzvollen Gebete der Gemeinde treffen mit dem Frohlocken der Engel zusammen, während Neugeborene, die auf Grund wahrer, gründlicher Buße zur Welt gekommen sind, von Christus selbst entbunden werden. Dies ist die Krisenerfahrung und das Wunder, wiedergeboren zu werden (Joh 3:3.7; 2Kor 5:17).

Die Familie Gottes ist sichtbar auf Erden geoffenbart. Sie ist daheim, ihr Licht leuchtet, und strahlt funkelnd hinaus in die unansehnliche Finsternis dieser Welt (Mt 5:14). Die Wirklichkeit dessen, in der Familie Gottes zu leben und ein Teil von ihr zu sein, ist vom Himmel gesandt.

In der Gemeinde Gottes dieser letzten Tage ist Hoffnung, Herzen zu heilen und Harmonie in die Heime zu bringen. Und abgesehen von dem Kummer des natürlichen Heimes, muss jemand, dessen erste Liebe dem Bräutigam gilt, seiner sichtbaren geistlichen Familie nicht beraubt sein (Eph 1:10). Schließlich hat diese Seele süßen Frieden in Jesus, dem Einen, der selbst der Weg zurück nach Hause ist (Joh 14:6), gefunden.

Schw. Diane Ewing