Die letzte Ernte

Näher als wir es eigentlich begreifen können, und so viel dichter dran als viele es glauben wollen, stehen wir vor der Rückkehr und dem glorreichen Erscheinen unseres Herrn Jesus Christus.

Die Zeit ist kurz! An die Arbeit, Christ, an die Arbeit! Betrachte diese sündenbeladene Welt! Sieh die Sünder: verblendet, sich über ihren bedauerlichen Zustand keine Gedanken machend, schlafend. Schlag Alarm, bevor sie sterben!
Welch eine Arbeit! Welch entmutigende Aufgabe – in ein von Satan verblendetes Gemüt einzudringen und zu versuchen, solche wachzurütteln, die einem diese Mühe verübeln.

Welch einer Welt der äußersten religiösen Verwirrung und des beispiellosen Betrugs wir doch gegenüberstehen! O verdammtes Sektentum! O abscheuliche Religionen (jeglicher Art), welche die Menschen in ihren Sünden und ihr Herz auf die Welt gerichtet lassen! O die arme Schar unzähliger Menschen, die beim Anblick unseres heiligen Gottes taumeln und zu spät erkennen wird, dass sie von nichtiger Religion irregeführt wurde. Getäuscht von der Ansicht, man könne weiterhin sündigen und dennoch in den Himmel eingehen, wenn man diese Welt verlässt. Zu ehebrecherischen Ehen verleitet. Betrogen von der Ansicht, man könne diese Welt weiterhin lieben, genauso wie sie leben und damit durchkommen. Verführt von ihren „Predigern“ und ihren „Gottesdiensten“ und ihrem „geistlichen Rausch“, während sie sich mit erhobenen Händen zur „christlichen“ Rockmusik und dergleichen hin und her bewegen. Betrogen von der Annahme, dass ihre „Kirchengänge“ und ihre kleinen, lauen religiösen Bekenntnisse ihnen ein Heim in der Herrlichkeit sichern würden. Betrogen! Und welch ein Schock wird es sein, wenn sie den Richter im Endgericht ausrufen hören: „Ich habe euch nie gekannt; weicht von mir, ihr Gesetzlosen!“ (Mt 7:23).

Wir stehen einer Welt voller Menschen gegenüber, die so leben, als ob sie keine Seele hätten, die es zu berücksichtigen gilt; als gäbe es keine Ewigkeit, der sie entgegengehen und keinen Gott, dem sie Rechenschaft geben müssen. Sie hängen so an Computern und technischen Geräten, dass kostbare Zeit nutzlos vergeudet wird – für solche Nichtigkeiten. Vergnügungssüchtige, die ihrem Fleisch gefällig leben. Sie werden bis zum Tod mit leeren, irdischen Beschäftigungen abgelenkt.

Bei all diesem und vielem weiteren hören wir den lauten Ruf des Herrn der Ernte, der befiehlt: „Sende deine scharfe Sichel aus!“ (Offb 14:18). Nimm Seine Dringlichkeit wahr! Christus will, dass keine Zeit mit Zögern oder Verwunderung verloren geht. Die Zeit wird knapp, denn dies ist die letzte Ernte. Der Richter steht vor der Tür. „Sende deine Sichel!“ Predige! Predige mit aller Kraft! Predige mit großer Freimütigkeit! Ob sie es wissen oder nicht, ob sie es wollen oder nicht, die ganze Welt braucht ganz dringend das unvergängliche Evangelium – das Evangelium, welches jedem gebietet, jeglicher Sünde für immer zu entsagen und Gottes Geboten zu gehorchen.

Wir befinden uns in einer Zeit des vorbereitenden Gerichts. Welch eine Barmherzigkeit! Gott hat Seine Gemeinde in dieser Endzeit wiederhergestellt und sich eine wahre Predigerschaft aufgerichtet, die sich nicht scheut, diese letzte Ernte auszuführen. Der Ruf „Sende deine Sichel!“ gellt in ihrer Seele! Die Erde muss abgeerntet, das Unkraut gebunden und der Weizen in Seine Scheune gesammelt werden. Dies ist eine Zeit der Trennung. Die Gottlosen werden von den Gerechten getrennt.

Er kommt bald wieder und die Braut macht sich bereit. Alle wahren Christen müssen dem Ruf Gottes, aus jeder von Menschen geschaffenen Sekte auszugehen, folgen. Bleibe beim Unkraut, und du wirst ihrer Sünden teilhaftig und empfängst ihr Urteil (Mt 13:49, Offb 18:4).

Hört, o ihr schlummernden, ungläubigen und abgewichenen Bewohner dieser Erde! Wach auf, o Mensch! Es ist Zeit, aufzuhören kirchlich und weltlich zu sein, und echte Buße zu tun und es mit Gott ernst zu nehmen.

Möge „das Recht einherfluten wie Wasser und die Gerechtigkeit wie ein unversiegbarer Strom“ (Am 5:24), bis der letzte Posaunenschall ertönt und Jesus in den Wolken erscheint, um die Welt ins endgültige Gericht zu rufen.