Ein Wort an die Ehemänner

"Ihr Männer, liebt eure Frauen! Wie auch der Christus die Gemeinde geliebt und sich selbst für sie hingegeben hat, um sie zu heiligen, [sie] reinigend durch das Wasserbad im Wort, damit er die Gemeinde sich selbst verherrlicht darstellte, die nicht Flecken oder Runzel oder etwas dergleichen habe, sondern dass sie heilig und tadellos sei. So sind auch die Männer schuldig, ihre Frauen zu lieben wie ihre eigenen Leiber. Wer seine Frau liebt, liebt sich selbst." (Eph 5: 25-28).

"Ihr Männer, liebt eure Frauen!" Dies ist ein Befehl, der so ausdrücklich und eindringlich ist wie jeder andere in dem heiligen Buch. Ihm sollte Gehorsam geleistet werden. Jesus sagt: "Wenn ihr mich liebt, so werdet ihr meine Gebote halten." (Joh 14:15). Und Johannes sagt: "Wer sagt: Ich habe ihn erkannt, und hält seine Gebote nicht, ist ein Lügner, und in dem ist nicht die Wahrheit." (1Jo 2:4).

Lange Zeit wurden Frauen angeschwärzt und herabgesetzt. Es gibt religiöse Bewegungen, die einzig und allein darauf bedacht sind, dass man Frauen "an ihrem Platz" hält. Durch eine fehlerhafte Auslegung gewisser Schriftstellen haben sie Frauen ausschließlich in den Bereich der Küche verwiesen. Nach ihren Bedürfnissen und Nöten hat man sich kaum gerichtet. Man hat ihnen die Redefreiheit im Heim und in der Gemeinde genommen. Unzählige Scharen von ihnen gingen aufgrund dieser unnatürlichen und nicht schriftgemäßen Unterdrückung zur Hölle.

Die Männer haben gepredigt und ermahnt. Sie haben die Frauen vom Pult aus scharf kritisiert und geschmäht. Sie haben die Extreme des Feminismus in der Welt gesehen und aus Angst davor, dass ihre eigenen Frauen anfangen würden, selbst zu denken und zu handeln, als ob sie eine eigene Seele hätten, die nach der Freiheit und Frische des Heiligen Geistes verlangt, haben sie sie um fast jedes schriftgemäße und geistliche Recht gebracht. Viele Männer gebrauchen ihren Platz im Heim als Anlass für das Fleisch. Sie machen Frauen und Kinder ihren selbstsüchtigen, fleischlichen Wünschen dienstbar.

Männer, ihr habt in dieser Hinsicht etwas zu verantworten! Wir haben genug von all diesem Predigen über die Unterordnung der Frau gehört. Jetzt richten wir die Frage der Unterordnung an euch. Habt ihr euch unterordnet, um den Geboten zu gehorchen, die Gott speziell an euch gerichtet hat - an dich, den Ehemann? Liebst du deine Frau?

Deine Aufgabe ist nicht nur, sicherzustellen, dass die Frau sich unterstellt. Gott hat dich nicht zu ihrem Richter oder Hohenpriester gemacht. Er hat dir nur eine sehr geringe Rolle als ihr Haupt zu Hause zugeteilt. In der Tat ein sehr kleiner Bereich der Herrschaft. Und doch benehmen sich manche Männer, als ob sie Gott selbst wären, indem sie Befehle erlassen und die totale Unterwürfigkeit der Frauen fordern. Sie reißen die Autorität des Heiligen Geistes über ihre Frauen an sich. Nein, Ehemann, das ist nicht deine Pflicht!

"Ihr Männer, liebt eure Frauen!" Das ist deine Pflicht. Ein Ehemann, der seine Frau wirklich liebt, wird verstehen, dass sie ein menschliches Wesen mit Gefühlen und Gemütsbewegungen ist. Sie braucht mehr als Nahrung und ein Dach über ihrem Kopf. Er wird verstehen, dass sie seine Zeit, Aufmerksamkeit und Zuneigung braucht, ja sogar nötig hat. Er wird ihren Bedürfnissen gegenüber empfindsam sein und wird alles tun, was in seiner Kraft steht, um sich darum zu kümmern, dass für ihre häuslichen Anforderungen gesorgt ist. Er wird nicht nach Hause kommen, sich wie ein König in seinen Lehnstuhl setzen und fordern, dass sie ihm mit Händen und Füßen aufwartet. Wir wissen dieses, weil Christus nicht ein solcher Ehemann der Gemeinde gegenüber ist, und es ist dieser Vergleich, dem der Ehemann gerecht werden muss.

Der liebende Ehemann wird verstehen, dass "Gehilfin" nicht nur bedeutet, dass seine Frau ihm Kuchen backen, seine Kleidung bügeln und den Boden kehren soll. Er liebt seine Frau wie Christus die Gemeinde liebt. Er wird anerkennen, dass seine Frau eine Seele hat, für die sie allein vor Gott verantwortlich ist. Dieses bedeutet, dass er sein äußerstes tun wird, um sie geistlich zu ermutigen, und ihr nicht im Wege stehen wird, wenn Gott sie (und nicht ihn) beruft, eine besondere Arbeit zu verrichten. Er wird sich weigern, ihren geistlichen Fortschritt zu hindern und wird alles in seiner Macht stehende tun, um sie auf dem Weg zum Himmel zu ermutigen.

Ein geistlicher Ehemann wird genug in seiner Bibel gelesen haben, um zu wissen, dass das Amt eines Ehemannes nicht als eine Gabe des Heiligen Geistes aufgeführt ist. Folglich ist er nicht der Hirte seiner Frau. Er wird sich sorgfältig davor hüten, die geistlichen Vorrechte der Frau zu verletzen. Er wird sie als Gehilfin ihm gegenüber betrachten, sowohl häuslich als auch geistlich gesehen, und wird diese Hilfe in beiden Bereichen akzeptieren. Seine Frau wird mehr für ihn sein als eine Hausmagd oder eine Babymaschine. Er wird sich große Mühe geben, für ihr Wohlergehen zu sorgen und wird, wie die Schrift gebietet, sie in der Tat schätzen und versorgen.

Manche werden argumentieren, dass die Bibel den Frauen gebietet, sich ihren Ehemännern in allem zu unterordnen (Eph 5:24). Sie gebrauchen dieses, um sogar die heiligsten und edelsten geistlichen Bestrebungen der Frauen einzuschränken. Solch eine Auslegung erfordert Aufklärung. Die Schrift lehrt uns auch, dass wir uns aller menschlichen Einrichtung unterordnen sollen (1Petr 2:13). Wenn wir dieses in der gleichen Weise auslegen sollen wie manche Menschen Epheser 5:24 auslegen, dann müssten Gläubige in vielen Ländern, wo es ein Verbrechen ist ein Christ zu sein, das Gebet, die Evangelisation und das Bibellesen aufgeben. Eine solche Auffassung ist aber vernunftwidrig. Wenn die Schrift den Gehorsam einer zeitlichen Gewalt gegenüber fordert, sei es Mensch oder Regierung, ist es unter der Voraussetzung ausgesagt, dass der Gehorsam Gott gegenüber an erster Stelle steht. Wann immer der Wille des Menschen den Willen Gottes kreuzt, hat Gott immer den Vorrang.

Ohne Zweifel erwartet der Herr von den Frauen, dass sie an erster Stelle Seinem Wort und Geist gehorchen und dann ihren Männern. Er gebietet ihnen, ihre Männer zu ehren und ihnen zu gehorchen, aber wenn der Mann außerhalb der Ordnung ist und sich dem Gehorsam der Frau Gott gegenüber in den Weg stellt, dann hat sie Gott mehr zu gehorchen als Menschen (Apg 5:29). Das Beispiel von Saphira sollte genug Beweis liefern, um diesen Punkt zu veranschaulichen. Gott hat Anspruch auf jeden Einzelnen, wenn Er sagt: "Alle Seelen gehören mir." (Hes 18:4). Die Frau gehorcht Gott, indem sie ihrem Mann gehorcht, solange sich der Wille des Ehemannes nicht dem offenbarten Willen Gottes widersetzt.

Und so fragen wir euch, Männer, seid ihr Gott gegenüber unterordnet? Liebt ihr eure Frauen? Niemand, der seine Frau wirklich liebt, wird sich ihr gegenüber in einer überheblichen, herrischen Art und Weise verhalten. Du wirst wissen, dass du deine Frau liebst, wenn du eine zärtliche Zuneigung zu ihr empfindest. Du wirst wissen, dass du sie wirklich liebst, wenn du sie nicht als Bedrohung deiner Leitung und Herrschaft betrachtest, sondern als eine Gehilfin deiner Seele. Du kannst sagen, dass du deine Frau liebst, wenn du dein Leben (deine Gedanken, deine Wünsche) gerne für sie niederlegst, und dich selbst hingibst, um sie an Leib und Seele gedeihen zu sehen.

"Liebt eure Frauen wie auch der Christus die Gemeinde geliebt hat … So sind auch die Männer schuldig, ihre Frauen zu lieben wie ihre eigenen Leiber." Glücklich ist eine solche Ehe! Wie göttlich ist ein solches Heim! Wenige Männer erkennen dies.

Es ist Zeit, dass ein heiliges und göttliches Volk auf die Grundsätze der Bibel besteht und von den Männern so viel fordert, wie von den Frauen gefordert wurde. "Ihr Männer, liebt eure Frauen!" Leistest du diesem Gehorsam? ?

Br. Daniel Eichelberger