Eine ewig währende Strafe

Wir sind betreffs des Schicksals derer, die in der Sünde beharren, nicht auf menschliche Ansichten und Meinungen angewiesen, sondern die Heilige Schrift gibt uns klaren und bestimmten Aufschluss darüber, was ihrer wartet. So können wir auch aus unserer Kenntnis darüber, wie Gott in Vergangenheit mit Sündern verfahren ist, schließen, dass zu einer bestimmten Zeit jeglichem übertreter des Gesetzes Gottes die gerechte Strafe zugeteilt werden wird.

Es gibt in unserer Zeit viele falsche Lehren und sentimentales Gerede, die, der biblischen Lehre entgegen, die Bestrafung der Sünder hinwegerklären wollen. Die Menschen sind durch Betrug der Sünde so verhärtet, dass sie sich einbilden, Gott sei eine Kreatur, ihnen gleich, dem es ganz gleichgültig ist, ob die Menschen Gutes oder Böses tun. Darum ziehen Menschen die Gnade Gottes auf Mutwillen hinaus und häufen sich selbst "den Zorn auf für den Tag des Zorns und der Offenbarung des gerechten Gerichtes Gottes, der einem jeden vergelten wird nach seinen Werken" (Röm 2:5.6).

Die Hölle ist nicht nur ein Zustand, sondern auch ein Ort, denn die Gottlosen werden dort hineingeworfen, "da wird das Weinen und das Zähneknirschen sein". Mit diesem Ort ist nicht das Grab gemeint, denn dahin kommen beide, die Gerechten und die Gottlosen; die Gottlosen aber werden der Hölle übergeben werden und dort bewusst Qual leiden, denn an diesem Ort "wird das Weinen und das Zähneknirschen sein".

Ja, die Hölle ist ein schrecklicher Ort, ein bereiteter Ort. Für wen bereitet? Für den "Teufel und seine Engel" (Matth 25:41). Nein, die Hölle ist nicht für Menschen bereitet worden, sondern für den Teufel und seine Engel. Die Teufel wissen sehr wohl, was ihnen bevorsteht; darum riefen die Dämonen aus jenem Besessenen: "Was haben wir mit dir zu schaffen, Sohn Gottes? Bist du hierher gekommen, uns vor der Zeit zu quälen?" (Matth 8:29). Wiewohl die Hölle nicht für Menschen bereitet wurde, werden doch diejenigen, die dem Teufel aus freier Wahl dienen, auch mit ihm sein Los teilen, denn sie werden mit ihm an diesen Ort der Qual geworfen werden. "Es werden zum Scheol umkehren die Gesetzlosen, alle Nationen, die Gottes vergessen" (Ps 19:17 - aus dem Grundtext übers.) "Geht von mir, Verfluchte, in das ewige Feuer, das bereitet ist dem Teufel und seinen Engeln!" (Matth 25:41). "Wie solltet ihr dem Gericht der Hölle entfliehen?" (Matth 23:33). Die Hölle ist ein wirklicher Ort und die Strafe in ihr wird eine wirkliche und schreckliche sein.

Ich möchte nun einige biblische Aussprüche anführen, die sich auf die Strafe der Gottlosen in der Hölle und auch auf die Dauer derselben beziehen.

1. Strafe: "Der Herr weiß die Ungerechten aber aufzubewahren für den Tag des Gerichts, wenn sie bestraft werden" (2Petr 2:9). Sie verdienen "schlimmere Strafe" als zu sterben ohne Barmherzigkeit (Hebr 10:28-29). Sie wird ewig währen. "Diese werden hingehen zur ewigen Strafe" (Matth 25:46).

2. Tod: "Denn der Lohn der Sünde ist der Tod" (Röm 6:23). Hier ist nicht vom natürlichen oder leiblichen Tod die Rede, der über die Guten und Bösen kommt, sondern vom geistlichen, der eine direkte Folge der Sünde und ein ewiger Zustand ist, da er dem ewigen Leben gegenübergestellt wird. Der physische Tod ist nicht ein Abbrechen der bewussten Existenz der Seele, sondern ein übergang in einen Zustand, da der menschliche Geist vom Körper getrennt ist. So ist auch der geistliche Tod nicht ein Aufheben der bewussten Existenz der Seele, sondern der Zustand, da die Seele aus ihrer normalen Stellung der Verbindung und Gemeinschaft mit Gott gefallen und von Gott getrennt ist (siehe: Hes 18:20; Jes 59:1-2; 1Tim 5:6; Eph 2:1; Kol 2:13 und Joh 17:3). In gleicher Weise ist auch der ewige Tod der Seele nicht ein Aufhören ihrer bewussten Existenz, sondern einfach die ewige Trennung von Gott. Der natürliche, physische Tod ist für den Menschen abstoßend und widerwärtig; ihm graut davor und er versucht ihm auszuweichen. Dieser Tod, mit all seiner Schrecklichkeit und seinem Grauen, wird aber gebraucht, den zukünftigen Zustand des Getrenntseins der Seele von Gott darzustellen.

Er wird ein ewiger Tod sein. "Wer an den Sohn glaubt, hat ewiges Leben; wer aber dem Sohn nicht gehorcht, wird das Leben nicht sehen, sondern der Zorn Gottes bleibt auf ihm" (Joh 3:36).

3. Finsternis. Gott hat "sie in finsteren Höhlen des Abgrundes gehalten" (2Petr 2:4). Jesus sagt, dass die Gottlosen "in die äußere Finsternis" hinausgeworfen werden (Matth 8:12). Welch schrecklicher Gedanke! In vollkommene Finsternis versetzt zu werden, ist schon in dieser Welt eine der schrecklichsten Strafen, die über Menschen verhängt werden kann. Die Erfahrung im finsteren Kerker ist in der Regel hinreichend, auch den eigensinnigsten Rebellen und Verbrecher zur Einsicht zu bringen. Solcher Art ist das Sinnbild der zukünftigen Strafe. Wie schrecklich muss da erst die Wirklichkeit sein! Denn anstatt eine vorübergehende Erfahrung, wie die im Kerker, wird der Zustand der Finsternis ein fortwährender sein. Die Finsternis der Hölle wird eine ewige sein: " … denen das Dunkel der Finsternis in Ewigkeit aufbewahrt ist" (Jud 13). Wird es denn wirklich keinen Lichtstrahl der Hoffnung für den Gottlosen in Ewigkeit geben? Antwort: Bei seinem Tod kommt die Seele des Gottlosen "zum Geschlecht seiner Väter, die nie mehr das Licht sehen" (Ps 49:17-19).

4. Verdammnis: "Die das Gute getan haben zur Auferstehung des Lebens, die aber Böses verübt haben zur Auferstehung der Verdammnis" (Joh 5:29 - wörtl. üs. aus dem Englischen). "Darum werdet ihr desto mehr Verdammnis empfangen" (Matth 23:14 - Luther üs.). "Wie wollt ihr der höllischen Verdammnis entrinnen? (V. 33). " … sondern ist ewiger Sünde [oder: ewiger Verdammnis] schuldig" (Mark 3:29).

5. Verderben: Dieser Ausdruck weist nicht auf das Aufheben der bewussten Existenz der Gottlosen hin, sondern vielmehr auf ihr äußerstes Elend und ihren Ruin. "Wenn sie sagen: Friede und Sicherheit! Dann kommt ein plötzliches Verderben über sie … und sie werden nicht entfliehen" (1Thess 5:3). " … deren Ende Verderben ist" (Phil 3:19). Alle Pläne, alle Hoffnungen des Sünders, mitsamt seinem stattlichen Selbst, welches Gott zu Seiner Herrlichkeit schuf, sind für immer zerstört und ewiges Elend ist ihm geblieben - Verderben. Es wird ein ewiges Verderben sein. "Sie werden Strafe leiden, ewiges Verderben vom Angesicht des Herrn und von der Herrlichkeit seiner Stärke" (2Thess 1:9). Dies ewige Verderben ist nicht ein Aufheben ihrer bewussten Existenz, wie der Zusammenhang zeigt, sondern es besteht in der ewigen Trennung von Gott und in ewiger Verbannung aus der Gegenwart des Herrn.

6. Feuer: " … der Hölle des Feuers verfallen sein wird" (Matth 5:22). Der Herr wird "in flammendem Feuer" vom Himmel her offenbart werden, die Gottlosen zu strafen (2Thess1:7-9). Es wird ein "Feuersee" genannt. "Aber den Feigen und Ungläubigen und mit Greueln Befleckten und Mördern und Unzüchtigen und Zauberern und Götzendienern und allen Lügnern ist ihr Teil in dem See, der mit Feuer und Schwefel brennt" (Offb 21:8). "Und wenn jemand nicht geschrieben gefunden wurde in dem Buch des Lebens, so wurde er in den Feuersee geworfen" (Offb 20:15).

Es wird ein nie endendes Feuer sein. "Geht von mir, Verfluchte, in das ewige Feuer, das bereitet ist dem Teufel und seinen Engeln!" (Matth 25:41). " … als ein Beispiel vorliegen, indem sie die Strafe des ewigen Feuers erleiden" (Jud 7).

Nichts auf dieser Erde kann die Macht dieser Schriftstellen, die das schreckliche Schicksal der Gottlosen beschreiben, umgehen.

1. Sie gelten den Gottlosen.
2. Sie beziehen sich auf die Zeit nach dem Gericht.
3. Die Strafe, die sie beschreiben, ist schrecklich - eine zukünftige immer währende Strafe des bewussten Schmerzes, Leid, Qual und Elend in der Hölle.

Lieber Leser, lass dich nicht durch falsche Lehren der Menschen täuschen und betrügen, sondern sei dem Worte Gottes gehorsam und ENTFLIEHE DEM KOMMENDEM ZORN GOTTES (Matth 3:7)!

F.G. Smith