Eine tugendsame Frau - Wer findet sie?

In den 60er Jahren des letzten Jahrhunderts fand ein gesellschaftlicher Umsturz statt: die sogenannte Anti-Establishment-Bewegung. Wie wenig ahnten wir, was daraufhin folgen würde! Die Gesellschaft blieb nicht mehr die Alte. Traditionelle gesellschaftliche Normen zerfielen und die Türen zur Ehescheidung, Abtreibung, sexuellen Promiskuität, geschlechtlichen Verwechslung, usw. öffneten sich weit. Diese neuen "Freiheiten" kamen die Gesellschaft teuer zu stehen. Dieser beispielhafte Umsturz hinterließ seine verheerenden Spuren auf Familien und dem Zusammenleben im Heim. Jeder hat darunter gelitten - Väter, Mütter und Kinder. Die Ehe verlor ihre Heiligkeit und Kinder verloren ihre Geborgenheit.

Satan wusste nur zu gut, was er tat, als er die Familienwerte angriff. Er nahm die Ehefrauen aus den Heimen heraus, brachte die Kinder in Tagesstätten unter und entzog den Ehemännern die Autorität als Häupter und Versorger des Heimes. Aufgrund dieser Zersprengung der von Gott bestimmten Ordnung eines traditionellen Heimes nahmen gesellschaftliche Probleme ständig zu. überall herrscht moralischer Verfall vor.

Indem wir umherschauen und die Auswirkungen auf die Frauen betrachten, stehen wir vor einer Tragödie: Wir sehen eine Generation von Frauen, die sich soweit erniedrigt hat, dass sie den Tugenden, die ihr Geschlecht zieren sollten, entsagt hat. Nun mag man sich heutzutage fragen: "Eine tüchtige [engl.: tugendsame] Frau - wer findet sie? Weit über Korallen geht ihr Wert." (Spr 31:10). Wo findet man achtungsvolle Frauen, erfüllt mit Gnade und Tugend, die der Gesellschaft als Vorbilder dienen können? Sie sind eine Seltenheit geworden.
Eltern, was ist aus euren anständigen, tugendsamen Töchtern geworden? Oh, die Tragödie der zügellosen Unzucht! Ist nicht der Schmerz der billigen, unverbindlichen Beziehungen unermesslich?! Die Sünde türmt sich immer mehr auf, indem Sitten verloren gehen und unzählige ungeborene Babys ermordet werden.

Schon von klein auf bekleiden sich Mädchen mit lüsterner Kleidung. Und Eltern erlauben ihnen, dieses zu tun! (Was wird die nächste Generation machen?!) Drehe das Rad der Zeit einmal um ein paar Jahrzehnte zurück und eine solche Entblößung würde man nur einer bestimmten Gruppe von Frauen zugeordnet haben. Gute Männer hielten sich von solchen fern.

Heute werden auf Reklametafeln, Zeitschriften und in Einkaufszentren Frauen abgebildet, die es zulassen, als sexuelle Bedarfsartikel ausgenutzt zu werden, um alles, vom Auto bis zur Jeans, zu verkaufen. Sie haben sich selbst verkauft. Sehr wenig ist von Gnade und Tugendhaftigkeit übrig geblieben, vor allem bei der heranwachsenden Generation.

Schamhafte Frauen sind beinahe passé. Damen sind längst keine Damen mehr, viele haben eine barsche Sprechweise angenommen und stellen öffentlich ein sexuelles Verhalten zur Schau. Weil sie sich durch ihr Benehmen selbst so herabgesetzt haben, verdienen sie es nicht mehr, von wahren Männern respektiert zu werden. Eine Person schrieb: "Es sei denn, dass die Gesellschaft den Sex als Handelsware und als Quelle der Macht ablehnt, werden viele Töchter, Schwestern und Ehefrauen "billigen" Huren gleichen. Publikationen bereichern sich durch euresgleichen."

Zusätzlich zu diesem bedauernswerten Zustand bekennen Frauen Gottseligkeit (oder sollten wir lieber sagen, sie bekennen, "religiös" zu sein?), denn auch sie schmücken sich mit unkeuscher und oftmals männlicher Kleidung: Hosen (eng oder sonst wie), tief ausgeschnittene Oberteile, eng anliegende, figurbetonende Röcke, und geschminkte Gesichter, wie einst ihr altertümliches Vorbild, Isebel. Gottseligkeit bekennend? Vorgebend, ein Kind unseres heiligen Gottes zu sein? Umso größere Schande fällt auf euresgleichen!

Du magst sagen, dass nicht nur die Frauen für diesen gegenwärtigen, gesellschaftlichen Zustand verantwortlich sind, und damit stimme ich von Herzen überein. Allerdings wären die anderen gezwungen, ihre Erwartungen und Verhaltensweisen zu ändern, wenn die Frauen aufhören würden, sich einer solchen Unmoral, solch billigem Gebaren - welches die lüsterne "Verhüllung" ihres Körpers mit einschließt - und dem offensichtlichen, unzüchtigen Leben, hinzugeben.

Liebe Frauen dieser Generation, es ist Zeit, die Dinge neu abzuschätzen. Es läuft nicht so wie es sollte. Steht auf und schafft Veränderungen - für euch selbst und für die Töchter der zukünftigen Zeit!
Die Fraulichkeit, wie Gott sie beabsichtigte, ist edler und stattlicher!

Schw. Susan Much