Gerechte Trennung

„Ehre sei Gott in der Höhe und Friede auf Erden den Menschen Seines Wohlgefallens.“ Welch herrliche Botschaft! Die Welt, die so lange unter dem Joch der Feindschaft, des Hasses, der Gewalt und Kriege lag, erlebte die langersehnte Ankunft dessen, der Frieden bringt. Die Feindschaft und die Scheidewand des Zaunes würden nun endlich hinweg genommen werden. Jesaja 9:5-6 war nun endlich in Erfüllung gegangen: „Denn ein Kind ist uns geboren.“ Der „Friedefürst“ war erschienen. Und „die Mehrung der Herrschaft und der Friede werden kein Ende haben“.

Wie lauteten einige der Aussagen des Friedefürsten? „Ihr sollt nicht meinen, dass ich gekommen sei, Frieden auf die Erde zu bringen … sondern das Schwert.“ (Mt 10:3-4). „Meint ihr, dass ich gekommen sei Frieden auf Erden zu geben? Nein, sage ich euch, sondern vielmehr Entzweiung!“ (Lk 12:51). Welch ein Widerspruch!

Am Anfang war vollkommener Friede zwischen Gott und dem Menschen, und auch Friede unter den Menschen. Was gab Feindschaft und Trennung den Anstoß? Sünde – Sünde errichtete einen Zaun zwischen Gott und dem Menschen. Sie trennte das Verhältnis, denn ein rechtschaffener Gott kann mit Sünde nicht zusammen leben. „Sondern eure Missetaten trennen euch von eurem Gott, und eure Sünden verbergen sein Angesicht vor euch, dass er nicht hört.“ (Jes 59:2).

Als Folge der Sünde und dieser Trennung von Gott konnten die Menschen nicht mehr länger im Frieden miteinander leben. Kain erschlug Abel als Folge dieser Trennung von Gott.

Wie konnte dieser verlorengegangene Friede und diese Einheit wiederhergestellt werden? Sünde, der Trennungsfaktor, musste zunichtegemacht und hinweggenommen werden. „Siehe, das Lamm Gottes, das die Sünde der Welt hinwegnimmt.“ (Joh 1:29). „Dazu ist der Sohn Gottes erschienen, dass er die Werke des Teufels zerstöre.“ (1Joh 3:8).

Die Lösung ist eindeutig. Damit die Einheit mit Gott wiederhergestellt werden kann, muss der Mensch von der Sünde getrennt sein. Zu sündigen heißt, von Gott abgesondert zu sein, denn Er ist von Sündern abgesondert (Hebr 7:26).

Am Anfang schied Gott das Licht von der Finsternis. Finsternis und Licht können genauso wenig nebeneinander bestehen wie Gerechtigkeit und Ungerechtigkeit. Daher verkündete der Friedefürst: „Ich bin nicht gekommen, Frieden zu bringen, sondern das Schwert“ und Trennung. Das Schwert muss vor dem Frieden kommen und Trennung vor der Einheit, denn Gerechtigkeit und Ungerechtigkeit müssen voneinander getrennt werden, ehe wahre Einheit erlangt werden kann.

Dieses Schwert, das Trennung schafft, ist das Wort Gottes. „Denn das Wort Gottes ist lebendig und wirksam und schärfer als jedes zweischneidige Schwert, und es dringt durch, bis es scheidet sowohl Seele als auch Geist.“ (Hebr 4:12). „Und das Schwert des Geistes, welches das Wort Gottes ist.“ (Eph 6:17).

Gott hat der Ungerechtigkeit den Krieg erklärt und Seine Botschaft an alle Seelen lautet: „Darum geht hinaus von ihnen und sondert euch ab, spricht der Herr, und rührt nichts Unreines an! Und ich will euch aufnehmen.“ (2Kor 6:17). Willst du von Gott aufgenommen werden, musst du dich von aller Ungerechtigkeit trennen.

Genau wie die Israeliten nach ihrer Rückkehr aus der babylonischen Gefangenschaft noch unter dem „glühenden Zorn Gottes“ standen, weil sie Sein
Gebot nicht eingehalten und fremde Frauen geheiratet hatten (Esra 10:14), so bleiben alle, die der Ungerechtigkeit nicht entsagen, unter Seinem Zorn. Genauso wie sie Frieden mit Gott fanden, indem sie sich von ihren fremden Frauen trennten, ebenso kann auch jetzt nur Frieden mit Gott gefunden werden, indem man sich von allem trennt, was Ihm nicht gefällt.

Die moderne ökumenische „Einheit“ ist überhaupt keine Einheit, sondern eine „Lebe-und-lass-leben-Einheit“. Eine Einheit ohne Absonderung. Ein „Evangelium“ der Toleranz, Toleranz für Sünde; ein Bemühen, Licht mit Finsternis zu vermischen. Deshalb wird alles finster. Jesu Botschaft an die ökumenische Kirche lautet: „Tue Buße! Sonst komme ich rasch über dich und werde gegen sie Krieg führen mit dem Schwert meines Mundes.“ (Offb 2:16).

Die Menschen haben ihre eigenen Trennlinien aufgestellt, ihre eigenen Glaubensbekenntnisse, Maßstäbe und Kriterien und haben vollständig darin versagt, eine wahre, biblische Einheit zu haben. Das Wort Gottes, „das Schwert des Geistes“, ist die einzig wahre Trennlinie. Auf der Grundlage der Apostel und Propheten vereint zu sein, ist die einzige Einheit, die beim Jüngsten Gericht bestehen wird.

Der Grund, weshalb die religiöse Welt keine biblische Einheit erlangen kann ist, weil keine biblische Trennung geleistet wurde. „Und ich sah den Himmel geöffnet, und siehe, ein weißes Pferd, und der darauf saß, heißt ‚der Treue und der Wahrhaftige‘; und in Gerechtigkeit richtet und kämpft er. Und er ist bekleidet mit einem Gewand, das in Blut getaucht ist und sein Name heißt: ‚Das Wort Gottes‘ und die Heere im Himmel [Sein Volk] folgten ihm nach auf weißen Pferden und sie waren bekleidet mit weißer und reiner Leinwand [rein von aller Ungerechtigkeit] und aus seinem Mund geht ein scharfes Schwert hervor, damit er die Heidenvölker mit ihm schlage.“ (Offb 19:11.13-15).

Gott und Seine Heiligen haben sich zum Krieg erhoben, um ein trennendes und absonderndes Werk in diesen letzten Tagen zu vollbringen. Unsere Botschaft lautet: „Geht hinaus aus ihr, mein Volk, damit ihr nicht ihrer Sünden teilhaftig werdet und damit ihr nicht von ihren Plagen empfangt!“ (Offb 18:4).
Geht hinaus aus jeder religiösen Sekte und Gemeinschaft, die nicht in der Bibel gefunden wird! Geht hinaus aus dem Katholizismus, der Pfingstbewegung, dem Mormonentum, den Zeugen Jehovas, Baptisten, Mennoniten, Amischen und jeder anderen religiösen Gemeinschaft, die nicht auf der Grundlage der Apostel und Propheten auferbaut ist; die nicht im Wort Gottes zu finden ist! Sondert euch ab von der New Age Bewegung! Sondert euch ab vom Humanismus, dem Buddhismus und dem Islam! Sondert euch ab von allen Sekten, Glaubensbekenntnissen und Lehren der Menschen! Sondert euch ab von Homosexualität! Sondert euch ab von geldgierigen, Sünde-tolerierenden Predigern! Sondert euch ab von unrechtmäßigen Beziehungen! Sondert euch ab von weltlichen Lüsten und Vergnügungen! Sondert euch ab vom Fernsehen und der stolzen, lüsternen Sportwelt! Sondert euch ab von der Mode und Unkeuschheit, von Unzucht, Ehebruch und Götzendienst! Sondert euch ab von korrupter Politik!

Sondert euch ab von aller Ungerechtigkeit, so wird Gott euch aufnehmen! „Wascht, reinigt euch! Tut das Böse, das ihr getan habt, von meinen Augen hinweg; hört auf, Böses zu tun!“ (Jes 1:16).

Gemeinsam mit unserem Meister sagen wir: „Meint ihr, dass ich gekommen sei, Frieden auf Erden zu geben? Nein, sage ich euch, sondern vielmehr Entzweiung!“