Gibt es die sichtbare Gemeinde Gottes noch auf Erden?

Gibt es die sichtbare Gemeinde Gottes noch auf Erden?
Ist Christus ein Lügner?
„Und ich sage dir auch: Du bist Petrus, und auf diesen Felsen will ich meine Gemeinde bauen, und die Pforten des Totenreiches sollen sie nicht überwältigen.“ (Mt 16:18).

Die Gemeinde ist sichtbar:
„Ihr seid das Licht der Welt. Es kann eine Stadt, die auf einem Berg liegt, nicht verborgen bleiben.“ (Mt 5:14).
„Und ich, Johannes, sah die heilige Stadt, das neue Jerusalem, von Gott aus dem Himmel herabsteigen, zubereitet wie eine für ihren Mann geschmückte Braut. Und ich hörte eine laute Stimme aus dem Himmel sagen: Siehe, das Zelt Gottes bei den Menschen!“ (Offb 21:2-3).

Ergeben nicht all die verschiedenen Konfessionen zusammen die Gemeinde Gottes?
Der Leib Christi ist nicht zerteilt:
„Ein Leib und ein Geist, wie ihr auch berufen seid zu einer Hoffnung eurer Berufung; ein Herr, ein Glaube, eine Taufe; ein Gott und Vater aller, über allen und durch alle und in euch allen.“ (Eph 4:4-6).
„Und wenn ein Reich in sich selbst uneins ist, so kann ein solches Reich nicht bestehen. Und wenn ein Haus in sich selbst uneins ist, so kann ein solches Haus nicht bestehen.“ (Mk 3:24-25).

Konfessionen führen nicht dieselbe Rede:
„Ich ermahne euch aber, ihr Brüder, kraft des Namens unseres Herrn Jesus Christus, dass ihr alle einmütig seid in eurem Reden und keine Spaltungen unter euch zulasst, sondern vollkommen zusammengefügt seid in derselben Gesinnung und in derselben Überzeugung … Ist Christus denn zerteilt?“ (1Kor 1:10.13).

Konfessionen trennen die Mitglieder voneinander:
„Von ihm aus vollbringt der ganze Leib, zusammengefügt und verbunden durch alle Gelenke, die einander Handreichung tun nach dem Maß der Leistungsfähigkeit jedes einzelnen Gliedes, das Wachstum des Leibes zur Auferbauung seiner selbst in Liebe.“ (Eph 4:16).
„… in dem der ganze Bau, zusammengefügt, wächst zu einem heiligen Tempel im Herrn“ (Eph 2:21).

Ist es nicht Menschenherrschaft, anderen Menschen zu sagen, was sie tun sollen?
Sollten wir nicht alles direkt vom Herrn empfangen?
Die Apostel sagten den Menschen, was sie tun sollen:
„Gott aber sei Dank, dass ihr Sklaven der Sünde gewesen, nun aber von Herzen gehorsam geworden seid dem Vorbild der Lehre, das euch überliefert worden ist.“ (Röm 6:17). „Als sie aber die Städte durchzogen, übergaben sie ihnen zur Befolgung die von den Aposteln und den Ältesten in Jerusalem gefassten Beschlüsse. So wurden nun die Gemeinden im Glauben gestärkt und nahmen an Zahl täglich zu.“ (Apg 16:4-5).

Die Apostel geboten Gehorsam:
„Gehorcht euren Führern und fügt euch ihnen; denn sie wachen über eure Seelen als solche, die einmal Rechenschaft ablegen werden, damit sie das mit Freuden tun und nicht mit Seufzen; denn das wäre nicht gut für euch!“ (Hebr 13:17).
„Solchen gebieten wir und ermahnen sie im Auftrag unseres Herrn Jesus Christus … Wenn aber jemand unserem brieflichen Wort nicht gehorcht, den kennzeichnet und habt keinen Umgang mit ihm, damit er sich schämen muss.“ (2Th 3:12.14).

Warum brauchen wir Lehre? Könnt ihr nicht einfach Jesus predigen?
Wahre Prediger predigen Lehre:
„Du aber rede, was der gesunden Lehre entspricht“ (Tit 2:1).

Die Lehre wird dich retten:
„Habe Acht auf dich selbst und auf die Lehre; bleibe beständig dabei! Denn wenn du dies tust, wirst du sowohl dich selbst retten als auch die, welche auf dich hören.“ (1Tim 4:16).
„Gott aber sei Dank, dass ihr Sklaven der Sünde gewesen, nun aber von Herzen gehorsam geworden seid dem Vorbild der Lehre, das euch überliefert worden ist.“ (Röm 6:17).

Die Lehre ist wichtig:
„Bis ich komme, sei bedacht auf das Vorlesen, das Ermahnen und das Lehren.“ (1Tim 4:13).
„Alle Schrift ist von Gott eingegeben und nützlich zur Belehrung, zur Überführung, zur Zurechtweisung, zur Erziehung in der Gerechtigkeit, damit der Mensch Gottes ganz zubereitet sei, zu jedem guten Werk völlig ausgerüstet.“ (2Tim 3:16-17).
„Ich ermahne euch aber, ihr Brüder: Gebt Acht auf die, welche Trennungen und Ärgernisse bewirken im Widerspruch zu der Lehre, die ihr gelernt habt, und meidet sie!“ (Röm 16:17).

Mir wurde beigebracht, dass nur Gott die Herzen kennt und wir daher nicht wissen können, wer errettet ist, bis wir im Himmel sind. Stimmt dies?
Jesus und Johannes der Täufer urteilten anhand der Früchte:
„An ihren Früchten werdet ihr sie erkennen. Sammelt man auch Trauben von Dornen, oder Feigen von Disteln? So bringt jeder gute Baum gute Früchte, der schlechte Baum aber bringt schlechte Früchte.“ (Mt 7:16-17).
„Als er aber viele von den Pharisäern und Sadduzäern zu seiner Taufe kommen sah, sprach er zu ihnen: Schlangenbrut! Wer hat euch eingeredet, ihr könntet dem zukünftigen Zorn entfliehen? So bringt nun Früchte, die der Buße würdig sind!“ (Mt 3:7-8).

Die Gemeinde besitzt ein Urteilsvermögen:
„Und ich will dir die Schlüssel des Reiches der Himmel geben; und was du auf Erden binden wirst, das wird im Himmel gebunden sein; und was du auf Erden lösen wirst, das wird im Himmel gelöst sein.“ (Mt 16:19).
„Hört er aber auch auf die Gemeinde nicht, so sei er für dich wie ein Heide und ein Zöllner. Wahrlich, ich sage euch: Was ihr auf Erden binden werdet, das wird im Himmel gebunden sein, und was ihr auf Erden lösen werdet, das wird im Himmel gelöst sein.“ (Mt 18:17-18).

Die Apostel kennzeichneten Menschen, die Heuchler waren:
„Petrus aber sprach: Ananias, warum hat der Satan dein Herz erfüllt, so dass du den Heiligen Geist belogen hast und von dem Erlös des Guten etwas für dich auf die Seite geschafft hast?“ (Apg 5:3).
„Petrus aber sprach zu ihm [Simon, dem Zauberer]…Du hast weder Anteil noch Erbe an diesem Wort; denn dein Herz ist nicht aufrichtig vor Gott! So tue nun Buße!“ (Apg 8:20-22).
„Demas hat mich verlassen, weil er die jetzige Weltzeit lieb gewonnen hat.“ (2Tim 4:10).

Ist es nicht gewagt, zu sagen, ihr seid die eine wahre Gemeinde Gottes? Woher nehmt ihr euch diese Vollmacht?
Jesus redete mit Vollmacht:
„Denn er lehrte sie wie einer, der Vollmacht hat, und nicht wie die Schriftgelehrten.“ (Mt 7:29). Die Schriftgelehrten waren es, die mit großer „Demut“ redeten. Als Er sie über den Dienst Johannes des Täufers befragte, dachten sie untereinander nach und sprachen aus Furcht vor den Menschen: „Wir wissen es nicht!“ Gerade das ist auch heutzutage die Antwort der „demütigen“ Prediger, die nicht sagen können, ob Gott eine Gemeinde hat, geschweige denn, was sie ist, wo sie ist noch wer ihr angehört.

Die Apostel wussten, dass sie die Gemeinde waren:
„… sondern ihr seid gekommen zu dem Berg Zion und zu der Stadt des lebendigen Gottes, dem himmlischen Jerusalem, und zu Zehntausenden von Engeln, zu der Festversammlung und zu der Gemeinde der Erstgeborenen, die im Himmel angeschrieben sind, und zu Gott, dem Richter über alle, und zu den Geistern der vollendeten Gerechten“ (Hebr 12:22-23).

Johannes wusste es:
„Wir wissen, dass wir aus Gott sind, und dass die ganze Welt sich im Bösen befindet.“ (1Joh 5:19).
Nicht in diese Stadt zu gelangen, bedeutet, man behauptet, eine alttestamentliche Erfahrung zu haben, zusammen mit denen aus Hebräer 11, die „auf die Stadt [warteten], welche die Grundfesten hat“, diese jedoch nicht erreichten. Das bedeutet, dass man die Anforderungen des Neuen Testaments, dass Gott „für uns etwas Besseres vorgesehen hat, damit sie nicht ohne uns vollendet würden“ ablehnt. Wehe uns, wenn wir hierin zu kurz kommen!

Kürzlich besuchte ich eine Ortsgemeinde der Gemeinde Gottes und es schien, als ob sich alle Mitglieder gleich kleideten und gleicherweise glaubten. Ist das nicht ein Grund zur Besorgnis?
Wir haben alle dieselbe Gesinnung:
„Ich ermahne euch aber, ihr Brüder … dass ihr alle einmütig seid in eurem Reden … vollkommen zusammengefügt seid in derselben Gesinnung und in derselben Überzeugung.“ (1Kor 1:10).
„Wir aber haben den Sinn des Christus.“ (1Kor 2:16b).
„… lasst euch zurecht bringen, lasst euch ermahnen, seid eines Sinnes, haltet Frieden; so wird der Gott der Liebe und des Friedens mit euch sein!“ (2Kor 13:11).
„Endlich aber seid alle gleichgesinnt, mitfühlend, voll brüderlicher Liebe, barmherzig, gütig!“ (1Pt 3:8).
„… bis wir alle zur Einheit des Glaubens und der Erkenntnis des Sohnes Gottes gelangen, zur vollkommenen Mannesreife“ (Eph 4:13).

Familienmitglieder ähneln sich:
„So seid ihr nun nicht mehr Fremdlinge ohne Bürgerrecht und Gäste, sondern Mitbürger der Heiligen und Gottes Hausgenossen.“ (Eph 2:19).

Wir haben alle Christus angezogen, den „einen neuen Menschen“:
„… denn ihr alle, die ihr in Christus hinein getauft seid, ihr habt Christus angezogen.“ (Gal 3:27).
„… und den neuen Menschen angezogen habt, der Gott entsprechend geschaffen ist in wahrhafter Gerechtigkeit und Heiligkeit.“ (Eph 4:24).
„… da ihr ja den alten Menschen ausgezogen habt mit seinen Handlungen und den neuen angezogen habt, der erneuert wird zur Erkenntnis, nach dem Ebenbild dessen, der ihn geschaffen hat“ (Kol 3:9-10).

Sollte es nicht beunruhigender sein, wenn Gemeindemitglieder sich nicht ähneln, sondern sich in der Kleidung der Welt anpassen, wie es auch die Kinder des Teufels tun? Die Gadarener waren „besorgter“, als sie den von Dämonen besessenen Mann bekleidet und bei klarem Verstand sitzen sahen, als da er noch ein Besessener war, und baten Jesus, ihr Gebiet zu verlassen. Das ist derselbe Geist, den Menschen auch heute haben. Sie sind besorgter um einen Familienangehörigen, der „zu fanatisch“ wird, als um Familienmitglieder, die in groben Sünden verwickelt sind. Sie sind mehr um ihre Schweine oder religiösen Systeme besorgt, als um Seelen.

Währenddem ich einen Gottesdienst der Gemeinde Gottes besuchte, wurde ich reichlich gesegnet und verspürte das herrliche Wirken des Geistes, werde nun jedoch mit Gerüchten und Warnungen über diesen „Kult“ bestürmt. Was geht hier vor?
Die wahre Gemeinde war schon immer ein Anlass zu üblen Gerüchten:
„… denn von dieser Sekte ist uns bekannt, dass ihr überall widersprochen wird!“ (Apg 28:22).
„Die Juden jedoch, die sich weigerten zu glauben, erregten und erbitterten die Gemüter der Heiden gegen die Brüder.“ (Apg 14:2).
„Aber die Juden reizten die gottesfürchtigen Frauen und die Angesehenen und die Vornehmsten der Stadt auf, und sie erregten eine Verfolgung gegen Paulus und Barnabas und vertrieben sie aus ihrem Gebiet.“ (Apg 13:50).
„Aber die Juden, die sich weigerten zu glauben, wurden voll Neid und gewannen etliche boshafte Leute vom Straßenpöbel, erregten einen Auflauf und brachten die Stadt in Aufruhr; und sie drangen auf das Haus Jasons ein und suchten sie, um sie vor die Volksmenge zu führen.“ (Apg 17:5).
„Aber um jene Zeit entstand ein nicht unbedeutender Aufruhr um des Weges willen.“ (Apg 19:23).

Ohne Verfolgung zu sein, sollte mehr Besorgnis erregen:
„Wehe euch, wenn alle Leute gut von euch reden! Denn ebenso haben es ihre Väter mit den falschen Propheten gemacht.“ (Lk 6:26).
„Denn ich bin gekommen, den Menschen zu entzweien mit seinem Vater und die Tochter mit ihrer Mutter und die Schwiegertochter mit ihrer Schwiegermutter; und die Feinde des Menschen werden seine eigenen Hausgenossen sein.“ (Mt 10:35-36).

Jesus wurde verfolgt:
„Als aber die Pharisäer es hörten, sprachen sie: Dieser treibt die Dämonen nicht anders aus als durch Beelzebul, den Obersten der Dämonen!“ (Mt 12:24). „Der Jünger ist nicht über dem Meister, noch der Knecht über seinem Herrn … Haben sie den Hausherrn Beelzebul genannt, wie viel mehr seine Hausgenossen!“ (Mt 10:24-25).
Die Apostel waren Unruhestifter:
„Als aber ihre Herren sahen, dass die Hoffnung auf ihren Gewinn entschwunden war, ergriffen sie Paulus und Silas … und sprachen: Diese Männer, die Juden sind, bringen unsere Stadt in Unruhe.“ (Apg 16:19-20).

Urteile selber! Ist es möglich, dem Herrn zu folgen und letztendlich woanders zu enden, als andere, die Ihm ebenfalls folgen? Ist es möglich, durch die Tür in die Schafhürde hineinzugehen und keine Verbindung mit den übrigen Schafen zu haben? Ist es möglich, mit dem wahren Weinstock verbunden zu sein und niemals die übrigen Reben zu sehen? Kannst du ein Kind in der Familie Gottes sein und keine Gemeinschaft mit deinen Brüdern und Schwestern haben? Ist es möglich, in die Arme des Herrn aufgenommen zu sein und dennoch die anderen Heiligen, die Er ebenfalls aufgenommen hat, nicht anzuerkennen? Ist es möglich, durch die Handreichung eines jeden Gliedes vervollkommnet zu werden, ohne zu erkennen, wer die anderen Glieder sind und Gemeinschaft mit ihnen zu haben? Ist es möglich, ein lebendiger Stein zu sein und deinen Platz in dem sichtbaren Bau Gottes nicht zu finden?