Wohlgefällige Anbetung

In der heutigen Welt der „Megakirchen-Religion“ hören wir viel über die Anbetung. Komm und bete den Herrn mit uns an – traditionell oder zeitgenössisch, wähle selbst! Komm so, wie du bist, und drücke dich auf deine Art aus! „Bete“ still oder laut „an“, mit deinen Händen erhoben oder gesenkt, deinen Augen geöffnet oder geschlossen. Sag „Halleluja!“, „wir beten dich an und verehren dich“, oder bewundere Ihn einfach still. Bei all diesen Tausenden von Menschen, die Ihn anbeten, muss Gott doch gewiss begeistert sein! Sag es mir, mein Freund, denkst du wirklich, dass Er es ist?

Aarons Söhne versuchten, den Herrn in der Stiftshütte anzubeten: „Da ging Feuer aus von dem HERRN und verzehrte sie, sodass sie starben vor dem HERRN.“ (3Mo 10:2). Gott sagte einigen in Jesaja 1:12-15: „Wenn ihr kommt, um vor meinem Angesicht zu erscheinen – wer verlangt dies von euch, dass ihr meine Vorhöfe zertretet? … Räucherwerk [eure Anbetung] ist mir ein Gräuel! … hasst meine Seele … ich bin es müde, sie zu ertragen. Und wenn ihr eure Hände ausbreitet, verhülle ich meine Augen vor euch, und wenn ihr auch noch so viel betet, höre ich doch nicht …“ Du magst denken: „Nun, das ist im Alten Testament. Jetzt ist es anders. Gott betrachtet uns alle durch das Blut Jesu.“ In Apostelgeschichte Kapitel fünf lesen wir, wie Ananias und Saphira ihr Opfer vor die Gemeinde brachten und Gott richtete in der Gegenwart von Petrus beide von ihnen an Ort und Stelle hin. „Und es kam große Furcht über die ganze Gemeinde und über alle, die dies hörten.“ (Apg 5:11). Im Licht der Schrift wird es sehr deutlich, dass Gott die Anbetung sehr ernst nimmt. Sollten wir es deshalb nicht auch sehr ernst nehmen, mein Freund?

Wahre Anbetung ist das Ausströmen eines Herzens, das vor lauter Liebe, Respekt, Ehrerbietung, Dankbarkeit, Bewunderung und Furcht Gottes pocht. Jesus spricht: „Liebt ihr mich, so haltet meine Gebote!“ Die Person, die Gott wirklich liebt und verehrt, liebt und verehrt Seine Gebote. „Halleluja!“, „Preist den Herrn!“ oder „Wir beten dich an“ zu sagen, wenn du ein Sünder bist, ist zu lügen, denn du kannst Gott nicht ungehorsam sein (sündigen) und Ihn gleichzeitig verehren. Wenn du Sünde tust, liebst du Jesus nicht, sondern bist in Wirklichkeit ein Anbeter der Sünde und des Teufels! Indem du all die Beispiele in Betracht ziehst, die wir vorher nannten, wärst du besser daran, Gott deine „Anbetung“ nicht darzubringen, bis du es in einem Zustand tun kannst, der wohlgefällig ist. „Wer darf auf den Berg des HERRN steigen? Und wer darf an seiner heiligen Stätte stehen? Wer unschuldige Hände hat und ein reines Herz, wer seine Seele nicht auf Trug richtet und nicht falsch schwört. Der wird Segen empfangen von dem HERRN und Gerechtigkeit von dem Gott seines Heils.“ (Ps 24:3-5).

Gott betrachtet diejenigen, die Ihm wahrhaftig mit unschuldigen Händen und reinem Herzen dienen als seltene Juwelen. Er liebt sie, liebt es, von ihnen zu hören, und wird ihr lebenslänglicher Helfer sein. Auf der anderen Seite ist der Lohn der Sünde der Tod (Röm 6:23), egal, wie viele Hallelujas du opferst oder Preis-Chöre du singst. Wenn du ein Sünder bist, dann bitte Gott von ganzem Herzen um das wahre Geschenk der Erlösung, das Er dir so gerne darreichen möchte. Er starb, um dir wahres Leben zu schenken und eine Erfahrung, die dich dein ganzes Leben lang rein und heilig erhalten wird. Dann wird deine Anbetung das Herz Gottes erfreuen und Er wird dich segnen können.

Br. Jere Thilmony