Ein glückliches Leben (Gedicht)

Im Meer der unbegrenzten Liebe,
mit Gottes Liebe ganz erfüllt,
gibt‘s nichts, das meine Freude trübe,
weil Gott ja all mein Sehnen stillt.

Die Sünde hat die Macht verloren;
es wohnt des Herrn Gerechtigkeit
im Herzen mein, das Ihn erkoren,
Ihn liebt, und Ihm allein sich weiht.

Die Welt, die macht mir keine Freude,
ich fand ja ein viel größ‘res Glück
auf meines Heilands süßer Weide,
ich sehn‘ mich nicht nach ihr zurück.

Mein Leid, mein Seufzen ist vergangen,
und Ruh‘ und Friede sind nun mein;
drum will ich nur dem Herrn anhangen,
und Ihm allein ergeben sein.

Die Prüfungen und dunklen Stunden
sind gar nicht der Erwähnung wert;
in Kämpfen, die da stattgefunden,
hat Gottes Gnad‘ sich stets bewährt.

Mein Lebenspfad ist Glück und Frieden,
wo Blumen blühen immer schön;
Sein Licht umleuchtet mich hienieden,
am Wege zu des Himmels Höh‘n.

– C. E. Orr –