Die Unantastbarkeit des Lebens

„Da bildete Gott der Herr den Menschen, Staub von der Erde, und blies den Odem des Lebens in seine Nase, und so wurde der Mensch eine lebendige Seele.“ (1Mo 2:7)

Von grenzenloser Intelligenz entworfen, mit beispielloser schöpferischer Geschicklichkeit gebildet und persönlich durch die Hand des Allmächtigen gekennzeichnet entstand der Mensch, die vollkommenste und meist geliebte Schöpfung im gesamten weiten physischen Universum. So zerbrechlich wie er im Staub seiner Gestaltung war, wurde er mit einer unsterblichen Seele versehen, indem der Schöpfer diese einfache Tonmasse mit Seinem eigenen göttlichen Odem belebte. Er gab ihm, den Gott selbst Adam nannte und in diese Welt setzte, um über dieselbe zu herrschen und sie zu bewahren, einen Teil von sich. Kein Wunder, dass Gott sich nicht damit zufrieden gab, den Menschen durch ein Wort zu erschaffen, sondern die persönliche Zeit investierte, um ihn mit Seinen Händen zu gestalten. Adam war nicht einfach nur ein Tier, obgleich er eine Schöpfung war. Er beherrschte die Tiere. Er wandelte und unterhielt sich mit Gott.

Wie gegensätzlich ist dieser Bericht zu der Schilderung, die uns die falsche Wissenschaft glaubhaft machen will! Sie lehrt uns, wir seien zufällig und unbeabsichtigt entstanden. Einige Moleküle trafen in einem schlammartigen Sumpf aufeinander und es gelang ihnen, ohne jeglichen Entwurf und ohne bestimmte Methode zum Leben durchzusickern. Das Leben reproduzierte sich einfach von selbst und beeindruckte sich im Laufe der Zeit, indem es komplexe Gestalt annahm. Arme und Beine und Schwänze erschienen und verschwanden bis schließlich dieser Zufall, den wir „Mensch“ nennen, entstand. Wie oder warum oder zu welchem Zweck ist niemandem bekannt.

Dass solch eine evolutionäre und humanistische Philosophie hinter der Existenz des Menschen weitreichende und chaotische Folgen haben würde, ist nicht verwunderlich. Rassismus, Abtreibung und Selbstmord sind nur ein paar Beispiele für die selbstzerstörerischen und missbräuchlichen Verhaltensweisen, die eine Gesellschaft durchdringen, welche die Tatsache aus den Augen verloren hat, dass wir nach Gottes Ebenbild geschaffen wurden. Wenn ein Mensch glaubt, sein Urgroßelternteil sei ein Schlammmolekül gewesen, verliert er jegliches Selbstachtungsgefühl, scheut sich vor keiner Verantwortung für sein Verhalten und sieht keinen Grund, warum er sich nicht selbst zerstören sollte. Er verliert jegliche Achtung gegenüber der Menschheit und sieht keine Grausamkeit darin, seine Schlamm-Gefährten auszugrenzen, zu brutalisieren oder sogar zu töten. Erkennt ein Mensch jedoch die göttlichen Fingerabdrücke, die ihn als Kind und Schöpfung Gottes kennzeichnen, sieht er sich gezwungen, sich selbst und seine Mitmenschen würdevoll zu behandeln.

Wir wissen, dass das Leben unantastbar ist. Jeder Mensch ist als Geschöpf Gottes ein Wesen von unermesslichem Wert. Lange bevor ein Kind geboren wird, wurde es von Gott gestaltet und wertgeachtet. Das Wunder der Entwicklung, das im Mutterleib vor sich geht, ist ein komplexer, alles andere als zufälliger Prozess. Innerhalb von etwa drei Wochen nach der Empfängnis ist das Herz eines Kindes bereit, seinen rhythmischen Schlag zu beginnen. Die komplexen Organe wie das Gehirn, die Lunge und die Leber bilden sich und funktionieren schon innerhalb von wenigen Wochen. Die Geschmacksknospen sind etwa drei Monate nach der Empfängnis vollständig entwickelt. Lange bevor es das Licht der Welt erblickt, kann ein Baby Geräusche vernehmen und Schmerz empfinden. Es ist nicht nur ein Teil des Körpers seiner Mutter, es ist Gottes Eigentum. Es besitzt eine lebendige Seele, die ihm von Gott höchstpersönlich gegeben wurde. Ihm Schaden zuzufügen, ist ein Verbrechen gegenüber Gott.

Von welch derart verzerrter Denkweise müssen Menschen doch befallen sein, zu meinen, dieser oder jener sei des Lebens nicht tauglich, nachdem der allmächtige Gott jeden Menschen, der auf die Welt kommt, so liebevoll und bewusst gestaltet hat? Wer darf beurteilen, was tauglich und was untauglich ist? Wer darf entscheiden, wer der Gesellschaft von Nutzen und wer eine Last ist? Wessen Wort bestimmt, welche „Rasse“ oder welche Züge und Merkmale vermehrt und welche wiederum unterdrückt werden sollen? Was muss ich tun, um nicht als zu schwach oder zu behindert zu gelten, damit mir eine Lebenschance gewährt wird? Es ist ernüchternd, in einer Gesellschaft zu leben, die meint, das Recht zu haben, dich entweder als dienlich oder als untauglich für diese Welt einzustufen, und sowohl dich als auch deinen Nachwuchs anhand ihrer eigenen Kriterien zu eliminieren.

Die Boshaftigkeit von Selbstmord und Sterbehilfe basiert auf derselben Argumentation. Ob eine Person lebt oder stirbt unterliegt dem Ermessen Gottes, nicht dem eines Menschen. Ein Leben zu verkürzen, bedeutet, Gott der Ehre zu berauben, die Er durch dieses Leben erlangen wollte. Gottes Stellung wird beansprucht, indem man sich anmaßt, über den Wert eines Lebens zu entscheiden. Menschen vergessen, dass wir uns von Hunden und Katzen unterscheiden, deren bewusste Existenz mit dem Tod endet. Stattdessen haben wir eine unsterbliche Seele, die an einem anderen Ort weiter leben wird; tragischerweise wird dies für den Sünder jedoch kein besserer Ort sein. Satan treibt kostbare Männer und Frauen dazu, ihr Leben dermaßen abzuwerten, dass sie danach trachten, dem menschlichen Dasein zu entrinnen. Wenn sie inmitten ihres Schmerzes die unendliche Liebe Gottes erkennen könnten und Seine Macht, jedes Leben, das Ihm ergeben ist, zu verschönern, unabhängig davon, wie zerrüttet oder zerschlagen es auch sein mag, könnten sie sich ihrer Selbstzerstörung nicht hingeben.

Gott helfe uns, indem wir einer geplagten Welt gegenüberstehen, welche den Kontakt zu ihrem Schöpfer weitgehend verloren hat, diese Atmosphäre der Lieblosigkeit und des Missbrauchs mithilfe Seiner Liebe zu durchdringen! Es gibt keinen Menschen, der nicht überaus wertvoll ist. Jedes Leben war geplant. Jeder Mensch stellt das Werk eines unendlich liebevollen und gleichzeitig unfehlbaren Schöpfers dar.

Das Leben ist unantastbar – Gott allein vermag es zu geben, und Gott allein hat das Recht, es wieder zu nehmen.

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