Evolution: Wissenschaft oder Philosophie?

„Du magst sagen, die Wissenschaft habe festgestellt, dass unsere Existenz unendlich unwahrscheinlich und daher ein Wunder sei.“ John Horgan, Wissenschaftsjournalist

„Ein aufrichtiger Mensch, der mit all dem Wissen, das uns heute zur Verfügung steht, ausgestattet ist, kann nur bekunden, dass der Ursprung des Lebens im Moment eigentlich fast wie ein Wunder erscheint, da die Gegebenheiten, die vorhanden hätten sein müssen, um es in Gang zu setzen, dermaßen vielzählig sind.“ Francis Crick, der zur Entdeckung der Molekularstruktur der DNA beitrug

„Wissenschaftler, welche die Evolution völlig ablehnen, könnten eine unserer am schnellsten wachsenden kontroversen Minderheiten sein…Viele der Wissenschaftler, die diesen Standpunkt unterstützen, verfügen über beeindruckende Referenzen in der Wissenschaft.“ Larry Hatfield, Science Digest [US-amerikanisches Magazin der 30er bis 80er Jahre]

Diese Zitate aus Lee Strobels Buch The Case for a Creator illustrieren ein winziges Beispiel dessen, was ein Mann auf seiner Suche nach der Möglichkeit eines Schöpfers des Universums herausgefunden hat. Als forschungsbegeisterter Journalist befragte Strobel die wissenschaftlichen Autoritäten zahlreicher Fachrichtungen persönlich, um herauszufinden, was die neuesten Erkenntnisse der Wissenschaft über die Entstehung des Universums und der Lebewesen aussagen. Er begann seine Reise als Skeptiker mit vielen schwierigen Fragen, wurde aber schnell gezwungen, seinen Standpunkt zu ändern. Was ihn immer wieder erstaunte, war, dass die Wissenschaft selbst auf Gott hinweist! Die Experten waren sich dessen bewusst. Natürlich gab es in den Reihen der Wissenschaft viele loyale Atheisten, aber es fiel ihnen schwer, Theorien zu finden, um die Schwächen der darwinistischen Philosophie hinweg zu erklären. Einige waren Atheisten, weil das „wissenschaftlich“ akzeptabler war – sie fürchteten sich, von wissenschaftlichen Kollegen verurteilt zu werden oder Einwände zu erheben, die nicht politisch korrekt gewesen wären. Zweifellos weigerten sich einige, Gott anzuerkennen, aufgrund der Unannehmlichkeiten, Ihm gegenüber verantwortlich zu sein. Wissenschaftliche Beweise waren jedoch weiter als je zuvor davon entfernt, die Existenz des Universums ohne einen Gott darzulegen. Und die Männer, die auf ihrem Gebiet am weitesten fortgeschritten waren, waren diejenigen, die sich dieses Problems am deutlichsten bewusst waren.

Ein von Strobel interviewter Wissenschaftler wies auf die Heuchelei der gegenwärtigen Biologiebücher hin. Gängige „Ikone der Evolution“ – also Bilder, die in Lehrbüchern weit verbreitet sind, um die Evolutionstheorie in die Gesinnung amerikanischer Schüler zu stanzen, und die von fast jedem Wissenschaftler zitiert werden, um die Evolutionstheorie zu belegen – waren entweder falsch oder irreführend. Zu diesen Ikonen zählten Darwins Baum des Lebens, der einen sich verzweigenden Baum als das Muster darstellt, durch das sich komplexe Lebensformen durch natürliche Auswahl aus einem einzigen gemeinsamen Vorfahren allmählich entwickelten und abzweigten; Haeckels Embryonen, welche die Ähnlichkeiten verschiedener Lebewesen in ihren frühesten Stadien zeigten; der Archaeopteryx, der ein fehlendes Glied zwischen Reptilien und Vögeln sein sollte und Millers Experiment, das elektrische Funken verwendete, um Aminosäuren aus einer vermeintlichen frühen Erdatmosphäre zu produzieren.

Überprüfung stürzte jedes einzelne der genannten Ikone. Darwins Baum des Lebens war eine Theorie, die durch die fossilen Beweise widerlegt wurde. Anstatt eine allmähliche Veränderung der Lebensformen von einigen einfachen Organismen zu allmählich komplexeren Formen über einen langen Zeitraum hinweg zu zeigen, zeigt der Fossilienbestand ein bemerkenswert schnelles, paralleles Auftreten verschiedener Hauptgruppen von Tieren mit Eigenschaften, die sich voneinander sehr unterscheiden.

Haeckels Zeichnungen von Embryonen wurden vor über hundert Jahren wegen Betrugs angeklagt. Abgesehen davon, dass er nur solche Beispiele wählte, die seine Theorie unterstützten und diejenigen ignorierte, die dies nicht taten, hatte Haeckel offenbar den gleichen Holzschnitt für Embryonen verschiedener Klassen verwendet und die Zeichnungen fälschlicherweise so dargestellt, dass diese andere Entwicklungsstadien aufwiesen als dies tatsächlich der Fall war. Als Biologen kürzlich die Tatsache ans Licht brachten, zeigten Wissenschaftsexperten keine Anzeichen von Überraschung. Sie waren sich der Diskrepanz seit Jahren bewusst, und dennoch wurde sie immer noch als Tatsache in wissenschaftlichen Lehrbüchern veröffentlicht!

Ein weiteres evolutionäres Ikon war der Archaeopteryx, eine schöne Kreatur, die jedoch keinesfalls eher ein fehlendes Bindeglied ist als das Schnabeltier oder irgendein anderes ungewöhnliches Tier, das wir heute sehen. Es hatte die wesentliche Körperstruktur eines Vogels, konnte jedoch nicht das Problem lösen, wie eine Übergangsform mit einer Körperstruktur zwischen der eines Reptils und eines Vogels hätte überleben können.

Schließlich gab es noch das Experiment von Miller. Es begann, wie die Wissenschaftler übereinstimmten, mit der falschen Atmosphäre und produzierte nur Aminosäuren, welche selbst dem Leben in seiner einfachsten Form weit zurückstehen. Der Wissenschaftler, den Strobel interviewte, beschrieb an einem Beispiel die Unmöglichkeit, durch bloße Elektrizität eine einzige lebende Zelle zu erschaffen. Wenn man eine existierende Zelle in ein Reagenzglas mit einer sterilen Salzlösung steckt und ein Loch hineinsticht, so dass der Inhalt austritt, hat man alle Bestandteile des Lebens, was an sich schon mehr ist, als Millers Experiment zu tun vermochte. Dennoch würde kein Wissenschaftler, der bei klarem Verstand ist, versuchen, sie auf die richtige Art und Weise wieder zusammenzusetzen, um eine neue Zelle zu produzieren. Der Prozess ist einfach zu kompliziert. Auf Strobels Frage, warum solche Beispiele noch in evolutionären Lehrbüchern veröffentlicht wurden, räumte der Wissenschaftler ein: „Es wird mir immer klarer, dass dies eine materialistische Philosophie ist, die sich als empirische Wissenschaft ausgibt. Die Einstellung ist, dass das Leben sich so entwickelt haben muss, weil es keine andere materialistische Erklärung dafür gibt. Und wenn du versuchst, dich auf eine andere Erklärung zu berufen, zum Beispiel auf intelligentes Design, dann behaupten die Evolutionisten, du seist kein Wissenschaftler.“

Lee Strobel interviewte Gelehrte aus den Bereichen der Kosmologie, Physik, Astronomie, Biochemie und weiteren. Überall häuften sich die Beweise zugunsten Gottes. Die Wissenschaft bewies nicht nur, dass das Universum einen Anfang hatte – dessen Tatsache schließen lässt, dass es etwas Größeres bedurfte, dem Universum einen Anfang zu geben – sondern die Wissenschaft zeigte auch, dass das kosmologische Argument eine intelligente Ursache war. Strobel fand heraus, dass die physikalischen Gesetze, die das Universum regieren, mit atemberaubender Genauigkeit verfeinert werden, um Leben zu ermöglichen. Wenn die Erdanziehungskraft auf ein Zifferblatt eingestellt wäre, das die gesamte Breite des Universums überspannt und dieses Zifferblatt nur um ein paar Zentimeter in jede Richtung bewegt würde, könnte das Universum das Leben nicht mehr unterstützen; und die Schwerkraft ist nur eine von mehr als dreißig nicht verwandten physikalischen Gesetzen und Parametern, die eine derart peinliche Genauigkeit erfordern, dass eine geringfügige Änderung ihrer Zahlenwerte für uns eine Katastrophe bedeuten würde.

Eine Gestaltung zeigt sich auch in der extremen Komplexität der im menschlichen DNA-Molekül gespeicherten Information. Diese Information wird in einem computerähnlichen Code mit nur vier Buchstaben geschrieben, die keine chemische Anziehung zueinander und daher keine eigene Kraft haben, die sie in eine bestimmte Reihenfolge ordnet. Ihre Anordnung wird von etwas außerhalb des Systems bestimmt, was Strobel zum erstaunten Ausruf führte: „Es ist fast so, als ob der Schöpfer jede Zelle handsigniert hätte!“ Offensichtlich war bei der gesamten Schöpfung ein zielbewusster Geist am Werk. Wenn sich das Universum vor Gericht rechtfertigen müsste, wie es entstanden ist, sagt Strobel, gäbe es mehr Beweise dafür, dass Gott „schuldig“ sei, es erschaffen zu haben, als die DNA-Beweise, die in modernen Gerichtssälen verwendet werden, um einen Dieb oder Mörder seines Verbrechens zu überführen.

In seinem Vortrag mit dem Titel Common Campus Curses unterstützt Walter Martin das Argument der Designs anhand des Beispiels eines schönen neuen Automobils, das am Ende eines Herstellungsfließbands abrollt. Du schaust auf das Auto und sagst: „War das nicht ein unglaubliches Fließband, das so ein bemerkenswertes Auto hergestellt hat?“ Die Menschen um dich herum fragen sich, ob du verrückt seist, weil sie wissen, dass es eines Ingenieurs bedarf, um ein Auto herzustellen; das Fließband setzt es lediglich zusammen. In gleicher Weise versuchen Evolutionisten, die Wunder des Universums der Natur zuzuschreiben, wobei die Natur keine schöpferische, gestalterische Kraft besitzt, sondern nur ein Mechanismus ist, das verwendet wird, um das Design zusammenzusetzen. Wir können nicht sagen, dass der Zufall das Universum mit so viel Schönheit und Präzision geschaffen hat. Der Zufall kann, wenn er genügend Zeit hat, eine augenblickliche Ordnung erzeugen, aber er hat nicht die Kraft, diese Ordnung aufrecht zu erhalten. Du kannst eine Schachtel mit Buchstaben umwerfen und ein „ABC“ erzielen, aber der nächste Wurf wird unweigerlich die Buchstaben wieder durcheinander bringen. In Martins Worten: „Was der Zufall verursacht, wird fast augenblicklich wieder von ihm vernichtet.“

Die Wissenschaft hat niemals bewiesen, dass es keinen Gott gibt. Wissenschaft kann laut Definition gar nicht beweisen, wie das Universum entstanden ist. Sie kann weder beweisen, dass Gott es geschaffen noch, dass Gott es nicht erschaffen hat. Warum? Weil die Wissenschaft nur Dinge beweisen kann, die beobachtet und wiederholt werden können. Kein Wissenschaftler war da, als das Universum entstand. Niemand beobachtete und dokumentierte seine Entstehung. Niemand kann die Schöpfung des Universums wiederholen. Der Zufall und die natürliche Auswahl selbst wiederholen keinen schöpferischen Vorgang jenseits von kleinen, vorherbestimmten Abweichungen innerhalb einer Art, die in anderen Worten durch Informationen festgelegt wurde, die bereits bestanden und nicht hinzugefügt wurden. Was nicht beobachtet wurde und nicht wiederholt werden kann, ist nicht nachweisbar. Menschen können Theorien vorbringen, aber sie werden Theorien bleiben. Eindeutig zu versichern, wie das Universum entstanden ist, liegt außerhalb des Bereichs der Wissenschaft und ist in diesem Sinne eine Entscheidung des Glaubens (entweder Glaube an Gott oder an die Natur). Alles, was wir tun können, ist, auf die Beweise zu schauen, die es gibt und zu beurteilen, welche Schlussfolgerung am vernünftigsten ist. Worauf weisen die Beweise hin? Auf die Schöpfung! Gott hat überall in der Schöpfung Fingerabdrücke hinterlassen: auf den Sternen, den Felsen und den Ozeanen, auf komplexen Systemen, einzelnen Atomen und vor allem, auf dem lebenden Menschen mit seinem Willen, Verstand und seiner Persönlichkeit. Diese Fingerabdrücke sind schwer zu ignorieren.

Was ist, wenn Gott existiert? Die bloße Möglichkeit, dass Gott existiert, sollte eine Person dazu anfachen, nach Ihm zu suchen. Die bloße Möglichkeit, dass wir Ihm Rechenschaft ablegen müssen, sollte uns dazu bringen, herauszufinden, was Er von uns fordert. Die Möglichkeit Seiner Existenz zu ignorieren und es zu wagen, Ihm unvorbereitet zu begegnen, ist zu riskant, wenn die Beweise Seines Werkes unbestreitbar stark sind.

 

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Die in diesem Artikel verwendeten Informationen stammen aus den folgenden Quellen:

The Case for a Creator von Lee Strobel, veröffentlicht von Zondervan, Copyright 2004

Common Campus Curses, ein Vortrag von Walter Martin (Datum und Ort unbekannt)

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