Geständnisse eines Atheisten

Ich war früher ein Atheist. Nein, nicht die Art von „Atheisten“, die bei dem Bemühen, zu beweisen, dass es keinen Gott gibt, bis an ihre Grenzen gehen. Ihr kennt diese Art. Es sind diejenigen, die den Weihnachtsmann in Ruhe lassen, weil sie wissen, dass er nicht existiert, die jedoch ihr Leben damit ausfüllen, über Gott zu diskutieren, von dem sie denken, dass Er nicht existiere. Ich war nicht so. Ich fand es nicht sinnvoll, über einen Gott zu diskutieren, der für mich nicht real war. Ich glaubte wirklich, dass es keinen Gott gäbe. Über Jahre hinweg war ich dieser Annahme. Jetzt aber, wo meine Unwissenheit vorbei ist, und ich das reale und überwältigende Werk der Erlösung erfahren habe, verstehe ich meinen vergangenen Irrtum besser. Dies sind die Geständnisse eines Atheisten:

 

1) Niemand nimmt die atheistische Weltanschauung an, ohne sich zu einem bestimmten Zeitpunkt von dem lebendigen Gott abgewandt zu haben. Sie sagen: „Ich habe noch nie an Gott geglaubt.“ Dies mag heißen, dass sie sich nicht erinnern können, aber darin liegen sie falsch. Gott hat sich jedem offenbart. Jesus ist das Licht, dass JEDEM MENSCHEN erscheint, der in diese Welt kommt. Sie mögen sagen: „Ich bin nicht in einem christlichen Heim aufgewachsen. Deine Eltern haben dich über Gott belehrt.“

 

Bedauerlicherweise haben meine es nicht getan. Ich wuchs in einem der gottlosesten Heime auf, die man sich nur vorstellen kann. Mein Vater brachte mir das Beten nicht bei. Meine Mutter nahm mich nicht zu Gottesdiensten mit. Aber irgendwie, trotz aller Widrigkeiten, offenbarte Gott sich mir. Als ich klein war, wusste ich, dass Er real ist. Er sprach mit mir und ich mit Ihm. Erst als ich ins Jugendalter kam und durch die immer „fortschreitende“ Philosophie der öffentlichen Schule angereichert wurde, erfuhr ich, dass mein Urgroßvater ein Schimpanse und sein Vater eine Nacktschnecke waren. Ich vermute mal, dass mein Gehirn deshalb breiig ist und ich nicht immer klar denken kann.

 

Noch bevor ich dreizehn Jahre alt war, hielt ich mich für zu „gebildet“ und „intelligent“, um an die Schöpfung zu glauben. Ich hielt die Nacktschnecken-Hypothese für viel wahrscheinlicher. Ich war schlauer, als an ein Buch wie die Bibel zu glauben, das von Menschen geschrieben worden war. Außerdem konnte ich ja meinen Naturwissenschaftsbüchern Glauben schenken. Naturwissenschaft war die Antwort. Mit meinem umfangreichen wissenschaftlichen Hintergrundwissen und meinen analytischen Kompetenzen war ich im Stande, zu urteilen, dass Bill Nye the Science Guy [eine US-amerikanische Fernseh-Unterhaltungssendung für Kinder, in der wissenschaftliche Phänomene anschaulich erklärt wurden] alle Antworten hatte. Außerdem konnte ich ihn im Fernsehen sehen, und das war nachweisbarer als ein altes Buch. Zudem ließ Bill mich nicht schlecht über meine Sünden empfinden, und das war ein großes Plus.

 

Somit wählte ich, ein Atheist zu werden. Ich sagte, wählte. Ich war nicht so geboren worden. Ich war nicht der Fähigkeit beraubt worden, an Gott zu glauben. Die Gnade Gottes erscheint allen Menschen, und sie erschien auch mir. Als junger Teenager wandte ich mein Gesicht zum Himmel, fluchte Gott mit all den schlimmsten Fluchworten, die ich kannte und sagte Ihm, dass Er mich in Ruhe lassen solle. Er tat es, jahrelang. Das waren die dunkelsten Jahre meines Lebens. Ich wandte mich von dem ab, was ich kannte und wurde ein Skeptiker. Ich weiß, viele Atheisten haben Gott nie ins Angesicht geflucht. Aber, ob sie es zugeben oder nicht, auch sie haben sich von Ihm abgewandt.

 

2) Meine atheistischen Ansichten stellten mich nicht zufrieden. Atheisten tun so, als ob sie alles herausgetüftelt hätten. Sie sagen, es gäbe nicht genug Beweise, um Gottes Existenz zu belegen, deshalb glauben sie nicht, dass Er existiere, aber auch das können sie nicht beweisen und sie sind sich dessen bewusst. Darwin befriedigte weder meine Seele noch meinen Intellekt. Ich verbrachte viel Zeit, indem ich in den nächtlichen Himmel schaute und mich fragte, was es dort wohl alles gäbe und warum ich hier sei. Die Schöpfung selbst verlangte eine Erklärung und als Atheist wusste ich, dass ich keine Antwort hatte.

 

3) Ich hätte es niemals zugegeben, aber ich beobachtete die Menschen, die sich selbst als Christen bezeichneten. Ich tat, als wäre ich nicht interessiert, aber tief innerlich wollte ich sehen, ob sie etwas Echtes besäßen. Bekennendes Christentum stieß mich ab. Aber etwas in mir hoffte dennoch, dass jemand Gott veranschaulichen könnte. Ich konnte es damals nicht vollkommen verstehen, aber ich prüfte Menschen, um zu sehen, woraus sie bestanden. Vielleicht hatte ja jemand etwas Besseres, als was ich besaß. Das wäre nicht schwer gewesen.

 

4) Einen Atheisten überzeugt man am besten, indem man wie Jesus lebt. Manche können aufgrund einer Diskussion überzeugt werden, aber die meisten werden sich nicht überzeugen lassen wollen. Sie diskutieren gerne über Gott, wobei sie oftmals sich selbst mehr als andere davon zu überzeugen suchen. Sie ziehen es vor, nicht zu glauben, weil sie empfinden, dass es keinen Grund zu glauben gäbe. Meistens hören sie gar nicht auf Beweisgründe, weil ihr gesamtes Fundament grundlos ist. Jesus gebot Seinen Jüngern, einander zu lieben, damit die Welt glauben könne. Eine gottesfürchtige Seele, die im Geist der Hingabe gegenüber ihrem Meister lebt, deren Herz sich der Menschheit wohlwollend zuwendet, kann einen Atheisten trotz seiner unzähligen Widersprüche gewinnen. Ein heiliges Leben ist der größte Beweis, den ein Atheist je sehen wird. Die Veranschaulichung von Kraft und Herrlichkeit, die von einem Leben, das Gott völlig hingegeben ist, ausgeht, ist unbestreitbar. Die Realität der Erlösung ist der Beweis für die Realität Gottes. Lass einen Atheisten einen wahren Heiligen kennenlernen! Lass ihn dessen heiliges Leben und dessen Familie, die erfüllt von Freude ist, beobachten! Lass ihre selbstlose Liebe bekannt werden, und er wird den Beweis finden, den er gesucht hat!

Dies sind die Geständnisse eines Atheisten. Nicht alle Atheisten täuschen etwas vor. Aber jeder, der dieses liest, sollte zugeben, dass ich hiermit das zugegeben habe, was ihr nicht eingestehen wollt.

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