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Ein offener Brief

Offener Brief an Xxxxx und Xxxxxx

Das Leitungsteam der Gemeinde Gottes wünscht euch beiden gerade jetzt – da ihr diese Vorwürfe gegen uns erhoben habt – von Herzen viel Liebe, Wärme und Segen. Möge jeder von euch inneren Frieden mit Gott finden.

Wenn ihr heute Vorwürfe erhebt, weil euch das Kindeswohl in der Gemeinde am Herzen liegt, so möchten wir euch versichern, dass uns dasselbe Anliegen ebenfalls sehr wichtig ist. Für uns liegt der Gedanke nahe, dass solche Themen bereits vor über einem Jahrzehnt, als ihr die Gemeinde verlassen habt, zur Sprache gekommen wären, wenn die Sorge um das Kindeswohl der eigentliche Beweggrund wäre. Dass dies erst nach so vielen Jahren und über den Weg einer medialen Kampagne geschieht, lässt uns vermuten, dass hier vor allem ungeklärte persönliche Verletzungen eine Rolle spielen, und wenn wir hier in irgendeiner Weise helfen können, so steht unsere Tür hier jederzeit offen.

Wir werden davon absehen, uns öffentlich zu den Vorwürfen zu äußern oder uns selbst zu rechtfertigen, auch wenn in der aktuellen Berichterstattung viele Vorfälle aus unterschiedlichen Gemeinden und unterschiedlichen Ländern vermischt und pauschal auf die Gemeinde hier in Vorarlberg angewendet werden. Wir sind uns überzeugt, dass Gott die Wahrheit in Bezug auf den angeblichen Missbrauchsfall in der GG Vorarlberg (insbesondere dass jemand eingesperrt wurde und dass medizinische Hilfe verweigert wurde) früher oder später selbst ans Licht bringen wird.

Wir stehen in dieser Sache jedoch offen und transparent vor Gott und den Menschen, also auch vor euch.

Keine Glaubensüberzeugung – auch nicht unsere christlichen – dient als Rechtfertigung für falsches Handeln, für Zwang oder für Gewalt.

Die Gemeinde soll ein Ort der Heilung und Hilfe für alle Menschen sein, auch für die, die belastende Erfahrungen mitbringen. Sollte sich jemand während seiner Gemeindezugehörigkeit strafbar machen, würden wir dies selbst zur Anzeige bringen und der behördlichen Strafverfolgung übergeben.

Gegenwärtig läuft gegen kein aktuelles Mitglied der Gemeinde oder des Vorstands ein Verfahren. Sollte dies jemals der Fall sein, werden wir bei den Ermittlungen mit den Behörden vollumfänglich kooperieren.

Selbstverständlich müssen wir wachsen und sind keinesfalls perfekt. Mit Gottes Hilfe haben wir die Kinder, die Er uns anvertraut hat, jedoch glücklich und gläubig erzogen, in einem Umfeld, wo sie geborgen und geliebt waren. Es ist unser Gebet dass jedes Kind die Möglichkeit bekommt in diesen unsicheren Zeiten, eine unbeschwerte Kindheit und die Möglichkeit einer Beziehung zu Gott zu haben.

In der Liebe Jesu
die Gemeindeleitung

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